Grenzen im Kopf überwinden

Erschienen am 4. Juni 2014 in Pfadfinden mit Behinderung

Florian Kutzke

Florian Kutzke

Florian Kutzke ist Mitglied im Bundesarbeitskreis Behindertenarbeit. Er war lange Jufileiter und arbeitet zur Zeit in der Jahresaktionsgruppe 2014 mit. Er hofft durch sein Engagement mit zu helfen, den Verband für alle Kinder und Jugendlichen zu öffnen und gemeinsam Abenteuer möglich zu machen.

 

Auf dem DJHT wird heute viel über das Thema Inklusion gesprochen. Wir als Pfadfinderinnen und Pfadfinder sind im Bereich Behindertenarbeit schon länger Vorreiter. Der Abbau von Hindernissen für Menschen mit Behinderung steht schon lange auf unserer TO DO-Liste. Im Bundeszentrum Westernohe ermöglichen wir so zum Beispiel schon viele Jahre lang Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Behinderung Zugang zu den meisten Häusern. Für dieses Jahr steht noch der Umbau des Spielplatzes unterhalb des Haus unterm Kissel an, damit auch dort gespielt werden kann – ob mit oder ohne Behinderung.

Inklusion als Schnee von gestern?

Das klingt als würde Inklusion schon längt bei uns im Verband gelebt werden und als wäre eine Jahresaktion zu diesem Thema nicht mehr notwendig. Doch! Sie ist es. Denn oft gibt es zwar keine Barrieren mehr auf der Straße, im Gruppenraum oder in der Kapelle. Aber in den Köpfen vieler Menschen – auch in unserem Verband – sind die Grenzen immer noch da.

Nix besonderes

„Ich bin normal und der oder die ist behindert.“ So oder so ähnlich können derartige Schranken manchmal in unseren Köpfen klingen. Damit sind wir noch lange nicht am Ziel, dass Menschen mit Behinderungen „nix besonderes“ sind. Ich wünsche mir, dass wir alle als Verband es in diesem Jahr schaffen, Grenzen in den Köpfen zu überwinden und ganz praktisch in der Gruppenstunde oder im Sommerlager erfahren, dass Menschen mit Behinderung wirklich „nix besonderes“ sind und wir gemeinsam an einer Idee arbeiten können. Nämlich der Idee, dass Pfadfinden verbindet, Grenzen überwindet und Gemeinschaft stiftet. Es ist die Vielfalt, die so vieles – auch unseren Verband – ausmacht.

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