Bolivien-Begegnungsreise 2014: La Paz

Erschienen am 14. August 2014 in Internationale Gerechtigkeit

Nora Langenstück

Nora Langenstück

Nora Langenstück nimmt 2014 an der Begegnungsreise nach Bolivien teil und berichtet von dort über die Erlebnisse der Gruppe.

 

Die Fahrt nach La Paz führte uns durchs bolivianische Hochland und war atemberaubend. Die Strecke entlang der Berghänge ließ weite Blicke ins Tal zu. Wir fuhren höher und höher, am Wegesrands sagen wir viele Fußballplätze, und dann plötzlich breitete sich vor uns die unendliche Weite des Altiplano aus.

Nach neun Stunden Fahrt gelangten wir in der Dunkelheit an den Rand des „Kessels“, in dem die Lichter der 3 Millionenstadt La Paz uns entgegenschienen. Kleine Häuser drängten sich bis hoch an die Berghänge, während im Tal viele Hochhaeuser aneinander reihten. Ein ganz besonderer Anblick auf unserer bisherigen Reise.

Unser Aufenthalt in La Paz begann mit der ersten Station in Bolivien zu unserem Reisethema „Wasser“:
Der Gesamtablauf des Wasserwerkes, für dessen Konstruktion deutsche Ingenieure verantwortlich waren, wurde uns Schritt für Schritt erklärt. Am Nachmittag besuchten wir die Käserei „Flor de leche“, die nicht nur ein Käserei ist, sondern deren Chef sich auch für gesunde Ernährung für Schülerinnen und Schüler in umliegenden Schulen einsetzt. Ausserdem arbeitet er eng mit Milchbauern aus der Region zusammen und bereitet sein Abwasser in eigener Anlage selbst auf. Ein Projekt, das uns alle durch seine Konsequenz beeindruckt hat. Der Distriktvorsitzende Herbert von La Paz begleitete uns den ganzen Tag über.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAAm zweiten Tag trennte sich unsere Kleingruppe in todeswütige Radverrückte und Titicacasee-Touristen. Die einen bretterten in voller Schutzmontur mit Moutainbikes die „Deathroad“, die gefährlichste Straße Boliviens, die von 4700 Metern auf 1200 Meter hinunterführt, herunter. Die anderen entspannten auf den Islas Flotantes auf dem Titicacasee, nachdem sich der Fahrer bei der Anfahrt um eine Stunde verfahren hatte und alle Verkehrsregeln außer Gefecht gesetzt wurden.

Am Abend erfuhren wir die Gastfreundschaft und den Geschmack traditionell bolivianischer Küche. Rund 25 deutsche und bolivianische Pfadfinderinnen und Pfadfinder versammelten sich im Hause „Mama Susie“, die Stammes-Großmutter, um zukünftige Projekte der Pfadfinderschaft aus La Paz vorgestellt zu bekommen. Danach ließen wir den Abend bei typisch bolivianischer Musik und Tänzen ausklingen.

Am folgenden Tag im „Valle de la Luna“, der beeindruckenden Mondlandschaft, verabschiedeten wir uns langsam von La Paz. Am Abend ging die Reise weiter nach Uyuni, der Salzwüste.

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