Zwölf Monate Pfadfinden im Bundeszentrum Westernohe

Erschienen am 17. September 2014 in Abenteuer Pfadfinden

Simeon Harjung

Simeon Harjung

Simeon ist seit den Wölflingen im Stamm Limburg-Dom bei der DPSG, dann im letzten Jahr FSJler im Bundeszentrum. Aktuell dort auch als Klassenfahrtsteamer tätig, aber auch als Jungpfadfinder-Leiter in Mainz-Gonsenheim.

 

Simeon hat ein Jahr einen Freiwilligendienst im DPSG Bundeszentrum geleistet. Nun blickt er zurück auf das vergangene Jahr, das arbeitsreich, aber vor allem abwechslungsreich und eine echte Bereicherung war.

Zwölf Monate als Freiwilliger im Bundeszentrum sind nun vorbei. Niemals hätte ich mir träumen lassen, dass dieses Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) so spannend werden könnte. Nach meinem Abitur bin ich von Limburg nach Westernohe gezogen und habe zusammen mit meinen vier Mit-Freiwilligen eine kleine Wohnung im Bundeszentrum bezogen. Das alleine war schon spannend, aber dabei blieb es nicht. Schließlich sind wir ja zum Arbeiten nach Westernohe gekommen.

Abwechslungsreiche Arbeit

Arbeit gab es genug. Da waren zum einen alle handwerklichen Arbeiten. Ständig gab es etwas zu streichen, zu reparieren oder zu basteln. Das größte Projekt war für uns die komplette Mehrzweckhalle von innen neu zu streichen. Aber auch sonst lernten wir viel Handwerkliches und konnten Projekte eigenständig durchziehen. Im zweiten Bereich findet sich alles wieder, was mit unseren Gästen zu tun hat. Ob es darum geht, Veranstaltungen für die Besuchergruppen vorzubereiten, Material bereitzustellen oder einfach nur bei Fragen da zu sein. Wir durften uns direkt um die Gäste kümmern. Besonders spannend waren dabei die Wochenenddienste, da immer eine Freiwillige oder ein Freiwilliger für die Gruppen auf dem Zeltplatz und in den Häusern vor Ort war. Sobald es für uns ein nicht lösbares Problem gab, hatten wir aber immer jemanden, bei dem wir anrufen konnten.

Einblick in die Bundesebene

Neben diesen Bereichen hatten wir auch die Möglichkeit bei den inhaltlichen Angeboten des Bundeszentrums mit zu wirken. Das bedeutete hauptsächlich, das Programm von Klassenfahrten gemeinsam mit dem Bildungsreferenten zu planen und durchzuführen. Neben diesen regelmäßigen Arbeiten hatten wir noch die Möglichkeit, in den verschiedenen Bundesarbeitskreisen mitzuarbeiten. Ich konnte zum Beispiel durch meine Mitarbeit im Bundesarbeitskreis Behindertenarbeit sowie der aktuellen Jahresaktion viele Einblicke in die Arbeit auf Bundesebene bekommen.

Das Bundeszentrum – ein Stück Zuhause

Es war ein sehr anstrengendes Jahr, keine Frage. Die Trennung von Privatem und Dienstlichem, viel Arbeit vor und nach den Großveranstaltungen und teilweise auch lange Wochen mit Arbeiten an Wochenenden forderten uns immer wieder heraus. Aber insgesamt gab es das Jahr über so viele Highlights und so viele nette Leute, die ich kennen lernen durfte, dass dies wieder alles wettmacht. Das Jahr war es wert, mitten in der Natur weitab von meinen Freunden zu verbringen. Die Erfahrungen, die Einblicke und vor allem den Spaß kann mir keiner nehmen und Westernohe wird wohl immer ein Stück Zuhause bleiben.

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