Freiwilligendienst: Südafrika entdecken

Erschienen am 18. November 2014 in Allgemeines

Felix Husch

Felix Husch

Felix Husch ist seit Mitte August als Freiwilliger bei den Scouts South Africa im Büro der Provinz Mpumalanga. Er unterstütz die südafrikanischen Pfadfinder bei der Planung von Veranstaltungen, erledigt anfallende Aufgaben und betreut Projekte der Scouts und Nangu Thina.“

 

Seit vier Monaten bin ich nun in Südafrika. Als ich am 15. August in Johannesburg angekommen bin, wusste ich noch nicht so wirklich worauf ich mich eingelassen habe. Klar, natürlich habe ich erste Informationen bekommen und wurde in der Vorbereitungen auf mögliche Wenn und Abers vorbereitet. Aber wenn man dann nach zehn Stunden Flug im CityBug, einem privater Stadt-zu-Stadt-Shuttle mit dem hier jeder Freiwillige fährt, sitzt und sich fragt, was im kommenden Jahr auf einen zukommt, ist da doch ein großes Fragezeichen.

Pfadfinden ganz anders

Pfadfinden in Südafrika ist ganz anders als Pfadfinden in Deutschland. Es fängt damit an, dass es hier ein Badges-System gibt. So ähnlich wie bei Tick, Trick und Track. Es gibt innerhalb der Altersstufen unterschiedliche Advancement-Levels. Übrigens sind auch die Altersstufen anders eingeteilt. Die jüngsten sind die Cubs von sieben bis zehn Jahren, dann kommen die Scouts von elf bis 17 Jahren und von 18 bis 26 Jahren ist man Rover. Zurück zu dem Badge-System man muss bestimmte Dinge machen um ein Advancement-Level aufsteigen zu können. Zum Beispiel fünf Tage gezeltet, Fähigkeiten in Erster Hilfe erworben oder Lagerbauten gemacht haben. Wenn man alles hat, steigt man auf. Das höchste Level ist der Springbock, dieses Level erreichen allerdings nur wenige Scouts hier.

Das Summer Camp

suedafrika_bild1Eins der spannenden Erlebnisse war das Summer Camp. Ungefähr 450 Scouts aus der ganzen Provinz Mpumalanga kamen in Esangweni für sechs Tage zusammen. Das Programm ist sehr darauf ausgelegt den Kindern etwas beizubringen. Das Thema war dieses Jahr Malaria und Umwelterziehung. Es gab also verschiedene Workshops, damit die Kinder mehr über diese Themen lernen. Am Ende der Woche gab es ein typisches südafrikanisches Campfire. Die sind ähnlich wie bei uns, aber doch ganz anders. Alle stehen im Kreis und dann kommen immer Gruppen in die Mitte und präsentieren etwas. Das kann ein Tanz, ein Lied oder einfach ein kurzes Drama sein. Alles ist möglich! Wenn Jeder etwas vorgestellt haben, singen alle noch gemeinsam ein Lied und dann ist Schluss. Insgesamt fand ich das Lager auf jeden Fall spannend und es war eine Erfahrung.

Freizeitspaß

suedafrika_bild2Neben der Arbeit mit Scouts gibt’s hier auch zur Genüge Freizeitspaß. Wir haben eine kleine Community aus sechs Freiwilligen und machen immer mal wieder etwas zusammen. Entweder treffen wir uns einfach für einen gemütlichen Braii, so nennt man hier in SA einen Grillabend, oder wir fahren raus und machen was zusammen. So waren wir zum Beispiel an den Mac Mac Pools und haben einen kleinen Hike gemacht. Es hat sich mir mal wieder bestätigt wie atemberaubend schön die Natur in Südafrika ist. Danach gab es leckere Pfannkuchen bei Harrie‘s Pancakes. Dort gibt es herzhafte und süße Pfannkuchen in jeder möglichen Variante. Der Besuch im Kruger-Nationalpark darf an dieser Stelle natürlich nicht fehlen! Das ist der größte Nationalpark in Südafrika. Wir waren mit einem offenen Wagen unterwegs und konnten so eine perfekte Aussicht genießen. Es ist für mich wirklich beeindruckend, dass all diese Tiere natürlich in diesem Umfeld leben und keiner sie dahin gebracht hat. Gesegnet vom Glück haben wir auch vier von den „Big Five“ gesehen. Den Löwen, den Büffel, den Elefanten und ein Rhinozeros. Nur der Leopard hat gefehlt.

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