Essenskultur im Lager

Erschienen am 23. März 2015 in Gruppenstunde & Lager

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Es steht außer Frage, dass das Kochen im Lager ein wichtiges Thema ist. Jede und jeder hat einen eigenen Geschmack und eigene Gewohnheiten. Die Essenskultur bietet eine Vielzahl von Anknüpfungspunkten, um das Thema auch pädagogisch zu begleiten. Genau darum lohnt es sich, der Esskultur ein wenig mehr Zeit im Lageralltag einzuräumen, als nur das Essen des Essens selber.

Foto: Daniel Seiler

Foto: Daniel Seiler

Tipp 1: Das Lieblingskochbuch
Für den einen gehört Mayonnaise an den Kartoffelsalat, für den anderen Öl und Essig. Für manche ist Wokgemüse ein normales Alltagsessen, andere haben es noch nie gegessen. Jede und jeder isst anders. Warum also nicht aus dieser Vielfalt schöpfen. Bezieht die Teilnehmenden schon vor dem Lager in die Essensplanung ein. Lasst sie zum Beispiel die Rezepte der Lieblingsgerichte mitbringen und stellt so euer ganz individuelles Lagerkochbuch zusammen. So kann jeder Vorspeisen, Hauptgerichte und Nachtisch einbringen. Natürlich sollten alle Rezepte auch im Lager umsetzbar sein. Auf dem Lager selber könnt ihr dann anschreiben oder sagen von wem das jeweilige Gericht stammt. So bekommt einerseits jede und jeder etwas zu Essen was er kennt und lernt andererseits vielleicht ein ganz neues Lieblingsgericht kennen.

Foto: www.sxc.hu/Tomaz Gorenc

Foto: www.sxc.hu/Tomaz Gorenc

Tipp 2: Offene Töpfe
Vor allem auf internationalen Begegnungen oder auf Pfadfinderzeltplätzen, auf dem auch andere Gruppen dabei sind, bietet sich ein gemeinsames Essen an. So lernt ihr die anderen Gruppen nicht nur kennen, sondern esst auch noch lecker zusammen. Dabei ist es eigentlich egal, ob die andere Gruppe aus einem anderen Land kommt, aus einer anderen Region oder nur aus der Nachbarstadt. Jeder hat seine eigene Esskultur und etwas, was für das Land, die Region oder aber eure Gruppe besonders typisch ist. Ihr könnt euch entweder gegenseitig zum Essen einladen oder, wenn mehrere Gruppen teilnehmen, einfach normal kochen und euch dann an einem zentralen Ort zum großen Kochtöpfe-Buffet treffen. Wenn ihr nur mit dem Trupp unterwegs seid, könnt ihr die Methode so abwandeln, dass jeden Tag jemand anderes Küchenchef ist und vor dem Essen erzählt, was sie oder er mit diesem Essen verbindet und wann es immer auf den Tisch kommt.

Foto: freeimages.com/John Lee

Foto: freeimages.com/John Lee

Tipp 3: Wo kommt mein Essen her?
Oftmals essen wir, ohne zu überlegen, wo unser Essen eigentlich her kommt und was wir da genau essen. Das lässt sich einfach ändern. Jeden Tag kann eine andere Kleingruppe oder Person einen Steckbrief für das Essen erstellen. Auf einer Landkarte könnt ihr markieren, wo das Gericht her kommt. Was macht die Region, wo das Essen herkommt, aus? Wird es zu besonderen Gelegenheiten gegessen? Welche Gewürze werden benutzt? Solche und ähnliche Fragen können beantwortet werden. Zusätzlich könnt ihr einen Steckbrief für eine der Hauptzutaten erstellen, in dem ihr erläutert, wie die Zutat hergestellt oder angepflanzt wird, warum sie gesund ist und wo sie ursprünglich herkommt, ob zu viel der Zutat auch ungesund sein kann und so weiter. Für diese Methode müsst ihr nur ein entsprechendes Lexikon mitnehmen oder wahlweise für Internetzugang sorgen.

Weitere tolle Methoden, Tipps, Rezepte und anderes Nützliches zum Thema Essen im Lager findet ihr auch auf der Seite www.reiseproviant.info

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