Menschen auf der Flucht im Fokus

Erschienen am 6. März 2015 in Internationale Gerechtigkeit

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Das Internationale Katholische Missionswerk missio und die DPSG starten in diesem Jahr eine Kooperation zum Thema „Flucht“. So wird missio mit dem Flucht-Truck und zahlreichen anderen Elementen der Aktion Schutzengel „Für Familien in Not. Weltweit“ die Jahresaktion „Gast >> Freundschaft – Für Menschen auf der Flucht“ begleiten. Das Interview mit Saskia Scholten, Leiterin der Jahresaktionsgruppe, und missio-Präsident Prälat Dr. Klaus Krämer wurde im missio-Magazin 1-2015 veröffentlicht.

Wie ist es zur Kooperation von missio und DPSG gekommen?

Krämer: Die DPSG ist seit vielen Jahren ein Partner von missio. Wir kooperieren zum Beispiel beim missio-Truck „Menschen auf der Flucht“ und der jeweiligen Jugendaktion unserer Kampagne zum Monat der Weltmission. Das Thema „Flucht“ verbindet uns. Deshalb unterstützen wir gerne die DPSGJahresaktion 2015 „Gast >> Freundschaft – Für Menschen auf der Flucht“ als Partner. Dafür bietet unsere „Aktion Schutzengel. Für Familien in Not. Weltweit.“ einen guten Rahmen.

Scholten: Die DPSG kooperiert seit dem Weltjugendtag 2005 mit missio. Im Rahmen der Kooperation ist auch die „Global Spirit“- Jurte entstanden, die Pfadfindergruppen ausleihen können.

Welche Ziele hat die Aktion?

Krämer: Gegenwärtig sind weltweit etwa 50 Millionen Menschen auf der Flucht. Krieg, Hunger, Vertreibung – es gibt viele Gründe, warum Menschen ihre Heimat verlassen müssen. Zusammen mit der DPSG wollen wir diese Ursachen für Flucht und Vertreibung thematisieren, auf die Lebenswirklichkeit der Betroffenen hinweisen und so Verständnis in Deutschland für Flüchtlinge wecken. Wir wollen dafür werben, Flüchtlinge als Gäste, als Freunde in Deutschland willkommen zu heißen.

Scholten: Wir möchten mit missio dazu beitragen, Vorurteile zu überwinden, mit Flüchtlingen in Kontakt zu treten und Begegnungen zu ermöglichen. Wir möch ten Deutschland gastfreundlicher machen, und dazu kann jeder durch die eigene Offenheit und Toleranz beitragen. Eine Pfadfindergruppe aus Köln hat zu Sankt Martin schon damit angefangen und Flüchtlingskinder mit zum Laternenumzug genommen.

Wie kann man die Aktion unterstützen?

Krämer: Wir benötigen Spenden, um Vertriebene in Südafrika durch das Projekt Durban Refugee Pastoral Care (DRPC) zu unterstützen. Die Flüchtlingshilfe betreut die oftmals jungen Flüchtlinge und bietet ihnen die Chance, nicht nur die traumatischen Erlebnisse in ihren Heimatländern zu verarbeiten, sondern auch positive Perspektiven für ihr weiteres Leben zu entwickeln.

Scholten: Durch das missio-Projekt unterstützen wir die Flüchtlingsarbeit in Südafrika, denn längst nicht alle Flüchtlinge kommen nach Europa. Damit unterstützen wir unsere Ziele auch mit einer globalen Perspektive. Vor Ort können Sie dazu beitragen, Deutschland gastfreundlicher zu machen, in dem Sie sich lokalen Initiativen anschließen, die sich für Flüchtlinge einsetzen. In den meisten Städten gibt es zum Beispiel einen Arbeitskreis Asyl, bei dem Sie anfragen können.

Was passiert während der Aktion und wo kann man weitere Informationen bekommen?

Scholten: Im Laufe des Jahres können Pfadfindergruppen den missio-Truck „Menschen auf der Flucht“ besuchen und sich vor Ort in der lokalen Flüchtlingshilfe engagieren, indem zum Beispiel Flüchtlingskinder in die Gruppenstunden eingeladen werden. Den Abschluss bildet dann die Aktion „Friedenslicht aus Betlehem“ am 3. Advent 2015. Mehr Informationen gibt es unter www.dpsg.de/gastfreundschaft.

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