Kandidat zum Bundesvorsitzenden – Dominik Naab

Erschienen am 29. April 2015 in Am Lagerfeuer mit...

Wahlausschuss

Der Wahlausschuss suchte für die Bundesversammlung 2015 Kandidatinnen und Kandidaten für die Ämter des Bundesvorstandes. Für den Blog hat er die Kandidatinnen und Kandidaten interviewt.

 

In dieser Woche stellen sich im Blog die Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl des Bundesvorstandes vor. Der Wahlausschuss hat sie für euch interviewt. Ihr seid herzliche eingeladen unter den jeweiligen Beiträgen eigene Fragen zu stellen.

Wer bist du und für welches Amt kandidierst du?

Mein Name ist Dominik, ich bin 29 Jahre jung und wohne in Düsseldorf. Aktuell bin ich Bundesvorsitzender der DPSG und kandidiere erneut für dieses Amt.

Wie ist dein beruflicher Werdegang?

Nach dem Abschluss meines Studiums der Politikwissenschaft, des Öffentlichen Rechts und der Geschichte an der Universität Heidelberg im Januar 2013 ist das Amt des Bundesvorsitzenden meine erste hauptberufliche Station. Im Rahmen meiner Ausbildung habe ich Erfahrungen im Auswärtigen Amt in Berlin im Referat Klima- und Umweltaußenpolitik und der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg in Freiburg gesammelt.

Was hast du in der DPSG bisher gemacht?

Seit Februar 2013 bin ich Bundesvorsitzender. Meine verbandliche Herkunft ist einerseits in der Diözese Freiburg und andererseits in der Wölflingsstufe. Als Diözesanreferent sowie später als Mitglied des Bundesarbeitskreises engagierte ich mich in der orangenen Stufe. Höhepunkte dieser Zeit waren das Landesjamboree 2007 in Baden-Württemberg mit Stufenprogramm für über 700 Wölflinge aus DPSG, PSG und BdP und im Jahr 2008 die MEUTErei in Westernohe, an der die Diözese Freiburg mit ca. 300 Wös eines der größten Kontingente stellte. Vor meiner Zeit in der Diözesanleitung leitete ich Wölflinge und Pfadfinderinnen und Pfadfinder, sowie engagierte mich im Bezirk.

Welche Erfahrung beziehungsweise Aufgaben in deinen bisherigen Ämtern haben dich besonders auf das Vorstandsamt vorbereitet?

Die beste Vorbereitung auf eine zweite Amtszeit als Bundesvorsitzender ist das derzeitige Ausüben dieser Aufgabe. Ich kenne die Herausforderungen und gestalte bereits die Themen und Aufgaben, die anstehen. In meinen bisher gut zwei Jahren als Vorsitzender habe ich fast jeden Diözesanverband live vor Ort erlebt. Das lässt mich die enorme Bandbreite und Vielfalt unserer DPSG erfahren. Außerdem weiß ich aus meiner Zeit in der Wöstufe aus eigener Erfahrung, um die Interessen, Anliegen und Arbeitsweisen unserer Altersstufen. Die zahlreichen Partnerinnen und Partner, mit denen wir als DPSG zusammenarbeiten, sind mir bekannt und an diese Kontakte und bestehende Zusammenarbeiten kann ich hervorragend anknüpfen und darauf aufbauen.

Warum möchtest du DPSG-Bundesvorsitzender bleiben?

Ich möchte Bundesvorsitzender bleiben, weil ich auf den gemachten Erfahrungen aufbauen und die angestoßenen Prozessen der letzten beiden Jahre weiter gestalten und entwickeln möchte. Ich bin motiviert mich für diesen wunderbaren Verband als Vorsitzender einzusetzen und gemeinsam mit euch allen dafür zu kämpfen, möglichst vielen junge Menschen die Chance eröffnen, Pfadfinden zu leben und davon zu profitieren. Ich möchte unsere Leiterinnen und Leiter in ihrem Engagement bestmöglich unterstützen und sehe viele Möglichkeiten, die wir als Gesamtverband und ich als Bundesvorsitzender nutzen können. Das möchte ich in den nächsten drei Jahren tun.

Was sagen Menschen, die dich gut kennen, zu der Frage warum du für dieses Amt geeignet bist?

Das ist keine leichte Frage und kann sicherlich von ebendiesen Menschen besser beantwortet werden. Ich glaube, sie schätzen meine offene Art und meinen unkomplizierten Umgang, was beides für diese Aufgabe von Vorteil ist. Außerdem wissen sie um meine hohe Einsatzbereitschaft und meine Leidenschaft für Pfadfinden. Oft bekomme ich rückgemeldet, dass ich gut vermitteln könne. Das ist hilfreich, um Ziele gemeinsam zu setzen und zu erreichen.

Welche drei Themen muss die DPSG deiner Meinung nach unbedingt angehen?

Es ist bei der Vielfalt an Themen, die uns beschäftigt nicht einfach drei Themen herauszugreifen. Ich versuche es trotzdem und glaube, wir müssen eine gute Antwort auf die Frage nach Leiten unter 18 Jahre bieten. Diese Frage beschäftigt viele Stämme und in vielen Fällen werden wir unserem idealtypischen Anspruch nicht gerecht.

Außerdem sollten wir als DPSG unsere Möglichkeiten des gesellschaftspolitisches Engagements nutzen. Mit der Jahresaktion 2015 „Gast>>Freundschaft“ gelingt uns das bereits sehr gut. Unsere christlichen Werte und pfadfinderische Vorstellungen sind es wert, umgesetzt zu werden.

Als drittes und wichtigstes möchte ich, und das tun wir mit der Lilienpflege bereits, Leiterinnen und Leiter in den Blick nehmen. Sie sind der Schlüssel pfadfinderischen Erlebens für Kinder und Jugendliche. Deshalb sollten alle Ebenen des Verbandes gemeinsam Maßnahmen ergreifen, wie wir Leiterinnen und Leiter in ihrem Handeln unterstützen und stärken können.

Was möchtest du am Ende einer Amtszeit konkret erreicht haben – im Großen wie im Kleinen?

Ich möchte, dass unser Gesamtverband über 100.000 junge Menschen aus allen sozialen Schichten erreicht und prägt. Das ist ein großes Ziel. Nicht weniger zufrieden wäre ich, wenn wir eine vollständig besetzte Bundesleitung hätten und die Angebote und Materialien unserer Arbeitskreise die große Mehrheit unserer Mitglieder erreichen und genutzt werden. Außerdem würde ich mich freuen, wenn es uns gelingt das Potential in den Regionen, in denen wir noch nicht so präsent sind, besser zu nutzen.

Ihr seid eingeladen Dominik unter diesem Beitrag Fragen zu stellen. Darüberhinaus freut sich Dominik über eure Rückmeldungen und Fragen auch unter:

Mail: dominik.naab@gmx.de
Dominik auf Facebook
Dominik auf Twitter,
Dominik auf Skype unter: Dominik.Naab

Wenn ihr Dominik eure Telefonnummer schickt, ruft er euch gerne für ein weiterführendes Gespräch an oder trifft sich mit euch, sofern möglich.

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8 Responses

  1. Lukas

    29. April 2015: Hallo Dominik, danke für deine Vorstellung. Mich interessiert, was du als deinen größten Erfolg deiner bisherigen Amtszeit siehst?

     
  2. Simeon Harjung

    Simeon Harjung

    29. April 2015: Hallo Dominik, ich finde es toll, dass du wieder antrittst. Ich finde erst nach einer gewissen Zeit lassen sich manche Dinge ändern und dafür braucht man Ausdauer. Du hast selbst in dem Interview gesagt, dass du angestoßene Projekte fortführen willst. Welche Projekte sind das? Was liegt dir persönlich so am Herzen, dass du es unbedingt in einer zweiten Amtszeit fortführen möchtest (Jetzt mal Abgesehen von der Lilienpflege)? Gut Pfad!

     
  3. Dominik Naab

    Dominik Naab

    29. April 2015: Lieber Lukas, lieber Simeon, vielen Dank für eure Rückmeldung! Aus den letzten gut zwei Jahren den größten Erfolg heraus zugreifen ist nicht gar nicht so einfach und ich laufe Gefahr, kleineren erfolgreichen Schritten unrecht zu tun. Der Start in ein solches Amt war für mich zunächst geprägt von mich orientieren, schnell in die Aufgabe rein wachsen und ins Gestalten kommen. Mit der Lilienpflege (sorry Simeon ;-)) haben wir gemeinsam den roten Faden der kommenden Jahre entwickelt. Für mich ist es ein Erfolg, dass wir als Bundes- und Gesamtverband unseren Fokus auf die Unterstützung der Leiterinnen und Leiter legen, die tagtäglich hervorragende Arbeit leisten und der Garant für pfadfinderisches Erleben von Kindern und Jugendlichen sind. Was ich auch hervorheben möchte, ist die Kommunikation des Bundesverbandes. Wir probieren immer wieder neue Dinge aus, zuletzt mit der whatsapp-Gruppe (http://dpsg.de/whatsapp) oder mit der Aktion #unsersommer (http://dpsg.de/unsersommer), auf die ich sehr gespannt. Dabei geht es mir darum, den Gesamtverband erfahrbar zu machen und zu zeigen, es lohnt sich über den Tellerrand zu schauen. Wir können viel voneinander lernen. Nicht jeder muss die Dinge neu erfinden, sondern darf sich von den Ideen anderer inspirieren lassen. Und: wir sind viele! Gemeinsam können wir viel bewegen wie jetzt bei der Jahresaktion Gast>>Freundschaft. Die Jahresaktionsgruppe leistet wunderbare Arbeit und mir ist es ein Bedürfnis diese Anliegen bestmöglich zu unterstützen. Deshalb habe ich echte Teilhabe von jungen Flüchtlingen in der DPSG ermöglicht mit der kostenfreien Mitgliedschaft und der Finanzierung von Lager und Fahrt für Flüchtlinge (http://dpsg.de/de/ueber-uns/mitglied-werden/fluechtlinge-willkommen.html). Kombiniert mit der Kluftbörse bietet das eine beispielhafte Möglichkeit der Integration von Menschen, die bei uns Zuflucht suchen. Das ist zumindest ein kleiner Erfolg, der auch in Anspruch genommen wird. Letzteres ist mir ein Anliegen, das ich neben Lilienpflege, in einer zweiten Amtszeit fortführen möchte. Die Ziele der Jahresaktion Gast>>Freundschaft müssen über die Jahresaktion hinaus umgesetzt werden. Als Pfadfinder möchte ich mich für Flüchtlinge stark machen und auch Unsicherheiten abbauen, inwiefern wir uns als Pfadfinderinnen und Pfadfinder politisch positionieren dürfen. Auf Grundlage unserer christlichen Motivation ist es sogar unsere Pflicht für die Umsetzung unserer Werte und Ideale einzustehen. Daran möchte ich gerne gemeinsam mit euch allen mitwirken und mit gutem Beispiel voran gehen. Lukas, Simeon, beantwortet das eure Fragen?

     
  4. Kurt C. Hose

    30. April 2015: Jetzt sind wir nun mal ein Jugendverband und da muss der Vorsitzende natürlich an der Sprache der Jugend dran bleiben, von daher wüsste ich gerne welches denn dein Lieblings "Jugendwort" ist ;) http://www.jugendwort.de/

     
    • Dominik Naab

      Dominik Naab

      30. April 2015: Hi Kurt C. Hose, meine Lieblingsjugendwort ist "Beef". Ich finde das klingt cool und hat mit der englischen Bedeutung so gar nichts zu tun, glaube ich zumindest. Ich kann aber gerne auf "Beef" verzichten.

       
  5. Simeon Harjung

    Simeon Harjung

    30. April 2015: Ja ein wenig beantwortet ist sie schon, mir stellt sich aber eine weitere Frage: Die Sätze zur Jahresaktion sind schön und gut, aber sie kommen mir auch von der letzten Jahresaktion bekannt vor. Ich habe in den letzten fast zwei Jahren wahrgenommen, dass die Themen der Jahresaktion gut ankommen, sich aber schnell überlagern. Wir sind jetzt in voller Kraft in der Gast>>Freundschaft, aber Nix besonderes 14+ bindet vor Ort vielleicht auch noch Leute, weil ein Projekt noch länger läuft. Zu der Jahresaktion kommt noch die Lilienpflege, warum muss es jedes Jahr eine Jahresaktion geben? Kann der Rythmus nicht auf 2 Jahre ausgedehnt werden um sich mit den einzelnen Projekten besser auseinander zu setzen und die Jahresaktion etwas besonderes bleibt?

     
    • Dominik Naab

      Dominik Naab

      30. April 2015: Du wirfst eine spannende Frage auf, die immer wieder diskutiert wird. In meinen Augen ist die Jahresaktion ein thematischer Impuls in den Verband, der meist aus den Fachbereichen kommt. Der Impuls darf sehr gerne die eigentliche Jahresaktion überdauern. Es gab bereits Jahresaktionen, die zwei Jahre dauerten - zuletzt 2007/08. Die Erfahrung zeigt, dass es nicht einfach ist, die Spannung über zwei Jahre zu halten. In diesem Jahr hatten wir im Hauptausschuss die Diskussion, ob wir die aktuelle JA verlängern sollten. Der Hauptausschuss hat sich einstimmig für ein neues Thema entschieden - u.a. aus den angeführten Gründen. Ich finde es wichtig immer wieder neue Impulse zu senden, weiteres Bildungsmaterial zu den Themen zu erstellen und dann liegt es in der Verantwortung der Gruppen damit zu arbeiten. Wann ist jedem selbst überlassen. Gerade die jährliche Abwechslung bietet die Möglichkeit neue Themen und Methoden auszuprobieren. Für mich ist die Jahresaktion gerade durch die Abwechslung immer wieder etwas besonderes.

       
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