Ein kotzendes Känguru überwindet Sprachbarrieren

Erschienen am 25. Mai 2015 in Gruppenstunde & Lager

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So viele Begegnungen wie im letzten Jahr gab es in der DPSG schon lange nicht mehr. Unter anderem waren Pfadfindergruppen aus Bolivien, Südafrika, Frankreich, Polen, Schweden, Israel und Spanien dabei. Und auch dieser Sommer verspricht ein internationaler zu werden, denn neben den Begegnungen mit Partnergruppen stehen gleich zwei große Events der Pfadfinderstufe vor der Tür: Das You’re Up in Straßburg und direkt danach das World Scout Jamboree in Japan.

Internationale Begegnungen bereichern

Wir können die Vorteile der Teilnahme an Internationalen Begegnungen im Schlaf aufsagen: Wir lernen andere Länder, Kulturen und Weltanschauungen kennen, nehmen die eigene Kultur bewusster wahr, wir lernen Flexibilität und Anpassungsfähigkeit, werden offener für Menschen und andere Kulturen. Wir werden uns der eigenen Vorurteile bewusst und lernen mit Stereotypen über Deutschland und die Deutschen umzugehen. Unser Entdeckergeist kommt auf seine Kosten und vielleicht lernen wir sogar ein-zwei Worte Französisch, Schwedisch oder Spanisch dazu. Wir wollen all das und noch mehr für unsere Gruppenkinder, doch die Herausforderungen für das Leitungsteam sind beachtlich.

Unterschiede meistern

Jede Gruppe bringt eigene Regeln und Rituale, einen eigenen Rhythmus mit. Die Leitung einer internationalen Begegnung hat nicht nur die Aufgabe, diese beiden Universen zu verbinden. Sie muss außerdem alle Vorbereitungen auf das Camp über zum Teil große Entfernungen, mit Sprachbarrieren, kulturellen und zeitlichen Unterschieden meistern, während des Lagers die Leitung und das Dolmetschen übernehmen.

Sprache als Herausforderung für Gruppenkinder

Kommunikation stellt selbstverständlich nicht nur das Leitungsteam auf die Probe. Auch unsere Gruppenkinder müssen bei einem internationalen Sommerlager fast über die gesamte Dauer in einer Fremdsprache und mit Händen und Füßen kommunizieren, wenn sie die Kinder der Partnergruppe besser kennen lernen wollen. Sie sind oft auf Übersetzungen angewiesen. Die Leiterinnen und Leiter helfen und dolmetschen wo sie nur können, doch ihre Aufgabe ist es auch, dafür zu sorgen, dass die Teilnahmenden selbst in die Lage versetzt werden, mit der Partnergruppe in Kontakt zu kommen und zu kommunizieren.

Mit wenig Sprache viel erreichen

Wir alle haben unsere Lieblingsspiele und Methoden, um einender kennenzulernen, Hemmungen abzubauen und Kommunikation zu fördern. Bei internationalen Maßnahmen sollen die Methoden mit möglichst wenig Sprache auskommen. Die Sprachanimation ist ein Methodenkoffer der auf spielerische Weise für fast alle Situationen einer internationalen Begegnung ein passendes Mittel parat hat. Sie kann bei der Morgenrunde, beim Sport oder beim Essen eingesetzt werden. Sie hilft, die anfängliche Sprachlosigkeit zu überwinden und ins Gespräch zu kommen. Sie erlaubt Fehler und motiviert sogar die eine oder den anderen, die Sprache der Partnergruppe zu erlernen.

Das kotzende Känguru und mehr

Ein gutes Beispiel für die Sprachanimation ist das kotzende Känguru. Ohne die pantomimische Darstellungen des kotzenden Kängurus, des Toasters und der Waschmaschine erscheint eine internationale Begegnung unvollständig. Wer das Kotzende Känguru noch nie gespielt hat, findet die Methode sowie eine Vielzahl anderer Spielanleitungen und Vorschläge zur  Förderung der Kommunikation sowie Länderinformationen für interkulturelle Begegungen auf den Webseiten der bilateralen Jugendwerke und Koordinierungszentren sowie der Fachstelle für Internationale Jugendarbeit:

Ein kleiner Hinweis: Zwar sind viele Methoden auf bestimmte Länder ausgelegt, doch sie lassen sich ohne weiteres auf andere Partnerländer übertragen. Die Spielanleitungen für Zipp Zapp, Obstsalat oder Bingo werden euch sicher bekannt vorkommen. Worauf es aber ankommt – ihr könnt diese Spieleideen für eure internationalen Vorhaben so nutzen oder abwandeln, wie es die Bedingungen erlauben und gleichzeitig noch einige Spiele und Methoden in euren nicht internationalen Gruppenalltag integrieren. Viel Spaß beim Kommunizieren!

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