Globales Lernen

Erschienen am 28. Mai 2015 in freiwillig & weltwaerts

Hanna Strecke

Hanna Strecke

Hanna Strecke ist als Referentin der Bundesleitung zuständig für die Freiwilligendienste in der DPSG. Stellen gibt es in Argentinien, Paraguay, Bolivien und Südafrika.

 

Im Jahr 2007 wurde vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung das Programm „Weltwärts“ ins Leben gerufen, das entwicklungspolitische Auslandsaufenthalte im globalen Süden finanziert.

Der Lernprozess

Das Freiwilligenprogramm gibt jungen Menschen die Chance, in einer anderen Kultur mitzuleben, zu beten und zu arbeiten. In individuellen Projekten erleben sie eine andere Perspektive auf die Welt, einhergehend mit anderen Machtverhältnissen, Abhängigkeiten und Naturgewalten. Durch aktives Erfahren dieser anderen Lebenswelt findet ein Lernprozess bei den Freiwilligen statt. Weltwärts eröffnet ihnen viele Möglichkeiten des Globalen Lernens.

Globales Lernen im Freiwilligendienst

Globales Lernen ist Teil einer Bildung für nachhaltige Entwicklung und hat seine Wurzeln im entwicklungspolitischen Bereich. Grundsätzlich verfolgt es drei Ziele: Erstens, die Welt in ihrer Komplexität und Vernetzung zu erkennen. Zweitens, die Stärkung der Persönlichkeit und drittens, das Gelernte und Erfahrene umsetzen zu können und an ökonomischen, ökologischen, politischen und sozialen Veränderungen  mitzuwirken. Entwicklungspolitik vorantreiben: Für das Weltwärts-Programm bedeutet dies, dass die Freiwilligen durch ihren Dienst und die pädagogische Begleitung motiviert werden sollen, sich mit entwicklungspolitischen Fragestellungen zu beschäftigen. Sie sollen Kompetenzen der interkulturellen Kommunikation und der soziale Verantwortung erwerben und die Abhängigkeit ihres eigenen Lebens von der globalen Welt erfahren, verstehen und reflektieren.

Nach der Rückkehr

Empirische Studien machen deutlich, dass 64% aller Rückkehrenden sich weiter engagieren, 55% davon in der entwicklungspolitischen Inlands- und Bildungsarbeit. Freiwilligendienst muss daher als globale Bildungschance gesehen werden. Die Erlebnisse prägen junge Menschen nachhaltig und machen sie zu globalen Multiplikatoren für ein gerechteres und sozialeres Miteinander.

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