Argentinien: Auf den Spuren des Friedenslichts

Erschienen am 5. Januar 2016 in Abenteuer Pfadfinden

Melanie Kalisch

Melanie Kalisch

Melanie Kalisch ist 19 Jahre alt und verbringt als Freiwillige der DPSG und Adveniat ein spannendes Jahr in Argentinien.

 

Mein Name ist Melanie Kalisch und ich bin 19 Jahre alt. Diesen Sommer habe ich mein Abitur gemacht und wollte danach nicht gleich studieren, sondern weg aus meinem Alltag und der gewohnten Umgebung. Neues erleben, neue Leute, Kulturen und Länder kennenlernen. Ich bin auf den Freiwilligendienst der DPSG und Adveniat aufmerksam geworden und jetzt in Argentinien gelandet, wo ich in einem Projekt arbeite zu dem zwei Kindergärten, eine Volksküche und eine Caritas gehören.

Bald ist Weihnachten. Die Adventszeit fängt an und alles wird weihnachtlich – in Deutschland. Hier wird es immer wärmer und von Weihnachtsstimmung ist noch keine Spur. Deswegen haben meine Mitfreiwillige Marta und ich uns auf die Spuren von etwas gemacht, das für uns an Weihnachten nicht fehlen darf: Das Friedenslicht. Und tatsächlich haben wir es gefunden. Wenn auch etwas anders.

Das Friedenslicht in Argentinien

Als wir mit den älteren Pfadfindern unseres Stammes nach Aktionen gesucht haben, die wir in der nächsten Zeit machen können, kam die Idee auf, das Friedenslicht nach San Cayetano, der Kirche zu der unser Stamm gehört, zu bringen. Die Pfadfinder von hier wussten bis dahin noch nicht einmal, dass es das Friedenslicht gibt, waren aber nach einigen Erklärungen davon begeistert und wir machten uns auf die Suche nach einem Aussendungsgottesdienst. Wir fanden einen, der von den argentinischen Pfadfindern organisiert wird. Er sollte am 28. November in San Isidro stattfinden, zwei Busstunden von uns entfernt.

Die Flamme darf nicht ausgehen

Wir mussten etwas finden, mit dem wir das Licht die Busfahrt über transportieren konnten, wobei noch nicht klar war, ob wir das Licht überhaupt im Bus transportieren durften. Der Pfarrer, mit dem wir Kontakt aufgenommen hatten, meinte sogar, dass es normal sei, dass das Licht ausgeht und wir es wieder anzünden. Es ginge ja um das Symbol des Lichtes und nicht um das Licht selbst. Trotzdem haben wir nicht aufgegeben und versucht das Licht nach San Cayetano zu bringen, ohne dass die Flamme ausgeht.

Ein Zeichen des Friedens

So machten wir uns am 28. November auf den Weg, um das Friedenslicht abzuholen. In San Isidro angekommen konnten wir es in Empfang nehmen. Dafür wurde jede Pfadfindergruppe einzeln nach vorne gerufen. Um das Licht nun sicher wieder nach Haus zu bringen, hatten wir letztendlich ein großes Kerzenglas gefunden, in dem wir zwei Kerzen transportierten. Diese gingen zwar abwechselnd immer mal wieder aus. Wir haben das Licht aber sicher nach Liniers gebracht, wo es jetzt als Zeichen des Friedens in der Kirche brennt.

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