Leben in Fülle ist Leben aus den eigenen Quellen

Erschienen am 10. Februar 2016 in Glaube leben

Leben in Fülle

Leben in Fülle

Menschen aus der DPSG und dem Verband Nahestehende schreiben in diesem Jahr unter dem Motto "Nebeneinander - Miteinander - Füreinander". Nacheinander nehmen wir diese Begriffe in den Blick: Was heißt es, nebeneinander zu leben? Was verbindet uns? Wo leben wir miteinander und was bedeutet es? Und wie können wir auch füreinander leben?

 

Wenn wir Christen heute am Aschermittwoch mit einem Kreuz aus Asche bezeichnet werden, scheint das ein pessimistisches Zeichen zu sein. Unsere eigenen Quellen sind endlich: Bedenke Mensch, du bist Staub, und zum Staub kehrst du zurück. Erst dieses sperrige Symbol, das Kreuz, und dann noch aus Asche. Und doch verspricht Christus, dass er die Quelle für uns sein will, die nicht versiegt.

Wie kann das Kreuz zu unserer Quelle werden? Selbst für die Apostel war es kaum zu begreifen, dass Jesus sich für sie und die Welt opfern wollte. Irgendetwas ist da doch falsch – mit dem Gottesbild – mit der Welt – mit uns?

Die Fastenzeit und das Kreuz aus Asche auf unserer Stirn fordern uns heraus, uns dieser Spannung nicht zu entziehen. Die innere Unruhe zu zu lassen, nicht zu verdrängen. Hinzusehen auf das, was falsch ist: Armut, Krieg, Flucht, der Umgang mit dem Klima, Fremdenfeindlichkeit.

Und weiter fordert uns die Fastenzeit auf, diese innere Unruhe nicht durch Konsum zu betäuben. Sie den Weg für unseren Gerechtigkeitssinn bahnen zu lassen. So wird die Hoffnung auf eine gerechte Welt, die uns das Evangelium zusagt, zu unserer Quelle, um da wo wir es können, die Welt zum Besseren zu verändern. Umzukehren, und unseren Glauben an das Evangelium sich als Glauben in der Tat erweisen zu lassen. So wird unser Glaube zur Quelle für uns selbst und andere.

Philipp Pulger, Bundeskurat

Wir finden, es lohnt ein Blick in die Theologie der Verbände. Die dazugehörige Arbeitshilfe findest Du hier.

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