Sozialarbeit und Pfadfinden

Erschienen am 2. Februar 2016 in freiwillig & weltwaerts

Miriam Pujiula Buhl

Miriam Pujiula Buhl

Miriam Pujiula-Buhl aus Hameln ist 19 Jahre alt und verbringt als Freiwillige der DPSG und Adveniat ein spannendes Jahr in Paraguay.

 

Nach einem halben Jahr in Asunción, der Hauptstadt Paraguays, habe ich mich gut eingelebt, neue Rezepte kennengelernt, neue Freundschaften geschlossen und das Wetter genossen. Über das Erzbistum Asunción und die Pastoral Social arbeite ich in dem Programm “Abrazo” (Umarmung) welches im “Centro Communicario de la Chacarita Arquidiocesana” untergebracht ist. Mir macht die tägliche Arbeit mit den 20 bis 50 Kindern unglaublich viel Spaß. Wir spielen, malen, schauen Filme, gehen in den Park und basteln viel.

Hilfe bei Hochwasser leisten

Derzeit bin ich in einem anderen Projekt. Durch den vielen Regen ist der Fluss Paraguay, an dem Asunción liegt, um insgesamt 8,20 Meter angestiegen. Unzählige Familien sind von dem Hochwasser betroffen. Auch die Kinder erleben schwierige und extreme Situationen. Mit der Kampagne “Paraguay se levanta” (Paraguay erhebt sich) werden über verschiedene Hilfsorganisationen Spenden gesammelt. Vor allem Lebensmittel, wie Reis, Mehl, Zucker, Bohnen, Yerba, Öl, Salz, Nudeln, Milch und Wasser. Aber auch Kleidung und Spielzeuge. Mit vielen freiwilligen Helfenden nehmen wir diese Spenden entgegen, sortieren, ordnen, registrieren, verpacken und lagern sie. Eine menge Arbeit, bei der ich aber auch viele neue Jugendliche kennengelernt habe.

Pfadfinden in Paraguay

An den Sonntagen bin ich nun regelmäßig bei der Pfadfindergruppe “Domingo Savio”. Hier treffen sich, anders als in Deutschland, alle Altersstufen zur gleichen Zeit. Von acht bis zwölf Uhr spielen und singen wir und sitzen gemütlich zusammen und planen anstehenden Aktivitäten. Wir beginnen und beenden den Tag, indem wir die Fahnen hissen (vom Weltbund, von den Pfadfindern Paraguays und der Gruppe selbst) und ein gemeinsames Gebet sprechen.

Sommerlager bei 38 Grad

Mit dieser Gruppe habe ich auch die höchsten Temperaturen in einem Sommerlager erlebt. Bei bis zu 38 Grad haben wir mit 21 Leuten das Campamento “Cerró León” besucht, zwei Pavillons aus der Zeit des Tripel-Allianz-Kriegs, in dem Argentinien, Brasilien und Uruguay gegen Paraguay kämpften. Zusammen haben wir gekocht, gegessen, gelacht und einen zwölf Kilometer langen Fußmarsch zurückgelegt.

Sowohl mein Projekt in der Chacarita, als auch die Zeit mit den Pfadfindern ist wunderschön, die ich jetzt noch weitere sechs Monate voll genießen werde.

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