Leben in Fülle ist Leben in Hoffnung

Erschienen am 28. März 2016 in Glaube leben

Leben in Fülle

Leben in Fülle

Menschen aus der DPSG und dem Verband Nahestehende schreiben in diesem Jahr unter dem Motto "Nebeneinander - Miteinander - Füreinander". Nacheinander nehmen wir diese Begriffe in den Blick: Was heißt es, nebeneinander zu leben? Was verbindet uns? Wo leben wir miteinander und was bedeutet es? Und wie können wir auch füreinander leben?

 

Wir sind unzufrieden. Wir sind nicht zufrieden mit der Welt, wie sie ist. Sie ist nicht in Frieden und wir nicht mit ihr. Unser Gründer hat uns diese Unzufriedenheit in unsere pfadfinderische Identität geimpft: Wir sollen die Welt besser hinterlassen, als wir sie vorgefunden haben. Wir sollen ein Stück weitergehen, als die Menschen es vor uns getan haben.

Einen Weg zu beschreiten, klingt maximal banal. Kein Problem, das machen wir als Pfadfinderinnen und Pfadfinder jeden Tag. Wir gehen unseren Weg und machen unser Ding. Aber wenn das bedeutet, die Welt im positiven zu verändern, wird es schon eine Nummer größer. Entscheidungen, wie der Weg zu gehen ist und in welche Richtung es gehen soll, fallen bleischwer.

Aber deswegen stehen bleiben? Nicht gemeinsam mit Gleichgesinnten aufbrechen? Kommt für uns nicht infrage! Wir gehen unseren Weg gemeinsam mit anderen – auf dem Hike und im Alltag. Dabei begegnen uns Bedürfnisse, Nöte und Leiden von anderen. Wir gehen sie an, helfen wo wir können, um die Welt ein Stück zu verbessern. Wie die bessere Welt dann ausschaut, wissen wir noch nicht, wir haben aber Ideen und sind bereit, uns auf diesen Weg einzulassen.

Das Evangelium hat mit Karfreitag kein abgeschlossenes Ende gefunden, es ist ein offenes Ende. Wir bleiben ohne Happy End zurück. Die Geschichte ist nicht vorbei, sondern will fortgeschrieben werden. Wir können entscheiden, wie die Fortsetzung aussehen soll, ob wir die Nachfolge annehmen wollen. Ob wir Jesus nachfolgen wollen, wie es die Jünger in der Emmaus Geschichte tun. Sie sprechen uns Mut zu, auf der Fährte zu bleiben, die Jesus gelegt hat: Kranke heilen, Hungernde speisen und Trauernde trösten.

Wir wären zufrieden.

Kerstin Fuchs, Dominik Naab, Philipp Pulger
Bundesvorstand

 


Wir finden, es lohnt ein Blick in die Theologie der Verbände. Die dazugehörige Arbeitshilfe findest Du hier.

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