Die nächste Generation – Jugendgipfel in Japan

Erschienen am 26. April 2016 in DPSG - ganz nah

Thea Hammer

Thea Hammer

Thea Hammer ist Wölflingsleiterin im Stamm Sugambrer in Solingen und vertritt die DPSG im April 2016 beim weltweiten Jugendgipfel J7 in Japan.

 

„The planet for the next generation – Environment and sustainable society“ – Unter diesem Titel diskutieren derzeit junge Menschen zwischen 15 und 18 Jahren aus den USA, Italien, Frankreich, Großbritannien, Japan und Deutschland beim J7 Jugendgipfel in Japan. Die Themen sind Umwelt und Klimawandel, Geschlechtergerechtigkeit, Wirtschaft und Bildung. Der Jugendgipfel findet traditionell für dem G7 Gipfel statt, bei dem sich die Staatschefs der G7-Länder und der Europäischen Union zum gleichen Thema austauschen. Thea Hammer, Leiterin aus Solingen, ist für die DPSG in der deutschen Delegation zum Jugendgipfel dabei. Gemeinsam arbeiten die Jugendlichen an diesem Thema zu politischen Forderungen an die G7 und den japanischen Premierminister Shinzo Abe. Hier berichtet Thea von ihren persönlichen Erfahrungen.

Begrüßung mit Blitzlichtgewitter

Nach langer Anreise kamen wir endlich am Hotel in Mie an. Ich habe mich gefühlt, wie ein Superstar. Vor dem Hotel standen viele Fotografen, die uns mit einem Blitzlichtgewitter in Empfang nahmen. Es war so unfassbar. Ich war schon viermal in der japanischen Zeitung. Ich glaube langsam, dass mich hier in der Stadt mehr Leute kennen, als in meiner eigenen.
Bei der Opening Ceremony waren verschiedene japanische Minister dabei und wieder viele Vertreterinnen und Vertreter der Presse. Alle hatten sich fein angezogen, außer wir. Wir kamen mit Jeans. Doch eigentlich war das auch nicht so schlimm, denn wir haben ein Statement gesetzt: Wir finden, dass das Alles für einen Jugendgipfel zu viel ist.

Ziele für G7-Gipfel

Nach der Opening Ceremony ging es direkt in die erste Arbeit Phase. Es gibt vier Gruppen. In jeder Gruppe gibt es aus jedem der sieben Länder eine Repräsentantin oder einen Repräsentanten. Es gibt die Gruppen Klimawandel, Bildung, Nachhaltige Wirtschaft und Geschlechtergleichheit. Ziel der Gruppen ist es ein Dokument zu erstellen, in dem die Probleme in den jeweiligen Bereichen dargestellt werden. Wir einigten uns in meiner Gruppe auf die Themen Bildung für Mädchen in Entwicklungsländern und gerechte Bezahlungen für Frauen. Unsere Ziele werden in dieser Woche dem Premier Minister von Japan vorgestellt. Natürlich werden sie auch an den G7 Gipfel weitergegeben. Ich hoffe, dass unsere Ziele durchgesetzt werden.

Nachhaltige Wirtschaft

Wir arbeiten aber nicht nur in den Gruppen, sondern besuchen auch verschiedene Institutionen. Wir haben uns zum Beispiel eine nachhaltig arbeitende Fischfarm angesehen. Außerdem waren wir in einem Museum für nachhaltige Umwelt-Entwicklung, durch das uns Schülerinnen und Schülern der örtlichen Schule führten. Anschließend besuchten wir das Forschungsunternehmen NTN, welches uns neu entwickelte Windrädern und Elektro-Autos zeigte, die viel effektiver sein sollen.

Japans Kultur

Aber auch die landestypische Kultur kam nicht zu kurz. Wir sind zu einem traditionellen Stadtfest gefahren und wurden wie Superstars empfangen. Wir saßen noch im Bus, da standen schon Menschenmassen draußen und haben uns zu gejubelt. Das war so unglaublich, ich habe mich immer wieder gekniffen, um sicher zu gehen, dass ich nicht träume. Auf dem Stadtfest selbst haben uns Kinder und Jugendliche traditionelles Trommeln gezeigt. Dies durften wir auch ausprobieren, jedoch habe ich es nicht so gut hinbekommen, da ich nicht den Rhythmus gefunden habe. Nach dem Trommeln ging es in ein Restaurant zum BBQ, das war so lecker und auch sehr spannend, ich habe noch nie auf so eine Art und Weise gegessen.

Ziele ausformulieren

Am nächsten Tag ging es wieder an die Weiterarbeit an unseren Ziele in den Gruppen. Das war echt anstrengend, aber nun bin ich froh, dass wir es geschafft haben. Wir möchten gerne die Lehrer in den Entwicklungsländern unterstützen. Sie sollen dahingehend fortgebildet werden, dass sie aus pädagogischer Sicht gut handeln. Die Lehrer sollen respektvoll mit den Schülerinnen umgehen, so dass sich Jungen ein Beispiel daran nehmen können. Bisher hat es mir sehr gut gefallen und ich bin mal gespannt, was wir in den kommenden Tagen noch so erleben.

Mehr von Theas Aufenthalt beim Jugendgipfel in Japan erfahrt ihr demnächst in einem weiteren Artikel.
Mehr zum J7-Summit erfahrt ihr auch auf der Homepage des Juniorgipfels

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One Response

  1. Die nächste Generation – Jugendgipfel in Japan Teil 2 « blog.dpsg.de

    3. Mai 2016: […] Wie die Arbeit mit den Delegierten der anderen Länder ablief lest ihr in Teil 1. […]