Die nächste Generation – Jugendgipfel in Japan Teil 2

Erschienen am 3. Mai 2016 in DPSG - ganz nah

Thea Hammer

Thea Hammer

Thea Hammer ist Wölflingsleiterin im Stamm Sugambrer in Solingen und vertritt die DPSG im April 2016 beim weltweiten Jugendgipfel J7 in Japan.

 

Thea ist von ihrem Abenteuer beim Jugendgipfel der G7-Länder zurück und zieht ihr ganz persönliches Fazit.

Die Agenda 2030 leben

Nachdem alle Ziele ausformuliert waren, nahm ich an einer Pressekonferenz teil. Ich war wegen der ganzen Kameras so aufgeregt, dass ich kaum ein Ton rausbekommen habe. Noch lief es ganz gut, denn ich konnte die Agenda 2030 einbringen und sagen das wir als nächste Generation schon jetzt was verändern können und die Agenda 2030 leben sollten. Am nächsten Tag haben wir unsere Ergebnisse präsentiert. Dafür trafen wir die First Lady von Japan, die japanische Vizeministerin für Auswärtiges und den Gouverneur der Präfektur Mie. Dieser erwähnte mich in seiner Abschlussrede und zitierte das, was ich am Abend zuvor in der Pressekonferenz gesagt hatte. Im Anschluss an die Präsentation gab es eine Abschlussfeier. Hier ergab sich sogar ein Gespräch mit der First Lady. Ich bedankte mich auch beim Gouverneur der Präfektur, dass er uns zugehört hat und sich mein Statement gemerkt hatte. Leider mussten wir dann Mie verlassen und sind nach Tokio gereist. Dort lernten wir unsere Gastfamilien kennen, bei denen wir die letzten Tage verbringen würden.

Treffen mit dem Premierminister

Am nächsten Morgen besuchten wir die Botschaft. Dort schilderten wir dem deutschen Botschafter unsere Eindrücke des Gipfels und des Landes. Direkt danach ging es zur High-School, auf die unsere Gastgeschwister gehen. Dort haben wir einen Baum gepflanzt. Ich habe mich richtig darauf gefreut, ein Loch zu buddeln und ein Gerüst um den Baum zubauen. Aber so war es leider nicht. Der Baum stand schon mit Gerüst in einem Loch und wir mussten nur noch etwas Erde schippen und gießen, damit es schöne Fotos für die Presse gibt. Nach dieser Aktion ging es zu Shinzo Abe, dem Premierminister Japans. Dort warteten wir eine Stunde auf Abe, damit jeweils ein Delegierter der Länder eine Minute eine vorbereitete Rede halten konnte. Unsere Leiter durften da nicht dabei sein und wurden rausgeschickt mit den Fotografen. Nach dem jedes Land seine Rede gehalten hatte und unser Abschlusspapier abgegeben wurde, ging es in die Gastfamilien.

Japanische Kultur in der Gastfamilie

Meine Familie war sehr nett und freundlich. Es gab traditionelles Abendessen bei der Großmutter. Wir saßen an einem kleinen Tisch am Boden. Sie erzählten mir viel über ihre Familie und wollten genauso viel von mir wissen. Am nächsten Tag habe ich meine Eltern via Skype angerufen, damit meine Gastfamilie auch meine Familie kennenlernen konnte. Mit der Gastschwester bin ich dann zusammen mit der U-Bahn zur Schule gefahren. Es war nicht schön in einer komplett überfüllten U-Bahn zustehen und in den Kurven mit dem Gesicht an die Scheibe gedrückt zu werden. Zum Glück mussten wir nur drei Stationen fahren.

Foto für Geschlechtergerechtigkeit

Am Abend gab es eine große Verabschiedungs-Zeremonie, bei der unsere Gastfamilien, Premierminister Abe und noch verschiedene andere wichtige Leute aus Japan teilnahmen. Der Fotograf wollte für ein Foto, dass die Jungen hinter den Politikern stehen und wir Mädchen vor ihnen knien. Doch wir haben rebelliert und uns zu den Jungen gestellt. Wir können nicht Geschlechtergleichberechtigung verlangen und dann so ein Foto machen. Wir haben uns großartig gefühlt, als wir das durchgesetzt bekommen haben, jedoch denken wir, dass der Fotograf beim nächsten Gruppenfoto wieder so handeln wird.

Mein persönlicher Rückblick

Es war eine sehr schöne Reise, und ich habe viel von der Kultur Japans und seinen Menschen kennen lernen dürfen. Wir wurden gut von den Mitarbeitenden unterstützt. Sie haben unser Abschlusspapier nochmal gegengelesen und überarbeitet. Zudem haben sie uns auch vorgegeben, was wir bei der Verabschiedung in Mie sagen können. Man ließ uns auch nicht unvorbereitet vor Abe sprechen, so dass die Rede vorher eingereicht werden sollte. Ich finde es schön, dass die Japaner und vor allem die japanischen Schülerinnen und Schüler an unserer Arbeit interessiert waren. Jedoch fehlte uns die Zeit, um intensiv genug an unseren Themen zuarbeiten.

Wie die Arbeit mit den Delegierten der anderen Länder ablief lest ihr in Teil 1.

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One Response

  1. ingrid und theo peters

    4. Mai 2016: ....macht Euch auf die Socken!.... das gefällt uns am besten, denn dabei sein ist ALLES und für ein ganz persönliches Abenteuer war Thea Hammer bereit, deshalb sagen wir HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH, dass Du dabei warst und uns diesen Bericht mitgeteilt hast zur INFO und wünschen weiter Freude und Einsatz für die nächsten ZIELE