Neue Alterszuschnitte für die DPSG

Erschienen am 24. Mai 2016 in Allgemeines

Vera Sadowski

Vera Sadowski

Vera Sadowski ist hauptberufliche Referentin der Bundesleitung. Sie ist Ansprechperson für die Kinderstufen sowie für die Themen Prävention und Ausbildung.

 

Der ein oder andere hat es sicher schon mitbekommen – auf der Bundesversammlung vor drei Wochen wurden neue Zuschnitte unserer Altersstufen beschlossen. Dabei muss aber aufgrund des Beschlusses niemand in Hektik oder gar Panik verfallen: die neuen Zuschnitte werden erst Inkrafttreten, wenn auch die dazugehörigen Stufenordnungstexte überarbeitet und angepasst wurden. Nach dem jetzigen Fahrplan wird das nach der Bundesversammlung 2018 sein.

Blick auf die Entwicklung

Im konkreten Wortlaut werden die Altersstufen der DPSG wie folgt geändert:

  1. Die Mitgliedschaft in der Wölflingsstufe beginnt frühestens mit 6 Jahren und endet spätestens mit 10 Jahren.
  2. Die Mitgliedschaft in der Jungpfadfinderstufe beginnt frühestens mit 9 Jahren und endet spätestens mit 13 Jahren.
  3. Die Mitgliedschaft in der Pfadfinderstufe beginnt frühestens mit 12 Jahren und endet spätestens mit 16 Jahren.
  4. Die Mitgliedschaft in der Roverstufe beginnt frühestens mit 15 Jahren und endet spätestens mit 20 Jahren.

Mit diesen neuen Zuschnitten möchten wir vor allem einen stärkeren Fokus auf den Pfadfinderischen Grundsatz „look at the girl / look at the boy“ legen. Die „weicheren“ Formulierungen im Alter machen deutlich, dass wir nicht allein aufgrund des Alters entscheiden, ob das Kind, die oder der Jugendliche in die nächste Altersstufe wechselt. Vielmehr spielen weitere Kriterien eine Rolle – und dabei besonders die individuelle Entwicklung der Kinder und Jugendlichen in unseren Altersstufen.

Stufenordnungen werden überarbeitet

Diese individuelle Betrachtung bedeutet natürlich auch eine neue Herausforderung für Leiterinnen und Leiter. Damit Leiterinnen und Leiter gut entscheiden können, wann der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel ist, überarbeiten wir unsere Stufenordnungen und erarbeiten Kriterien, die Orientierung bieten sollen. Damit die Bundesversammlung 2018 die überarbeiteten Stufenordnungstexte beschließen kann, muss davor allerdings noch allerhand passieren.

Entwicklung in den Blick nehmen

Bis zu den Bundesstufenkonferenzen in diesem Jahr wird eine Entwicklungsmatrix erarbeitet, die die Kompetenzen abbilden soll, die die Kinder und Jugendlichen durchschnittlich am Ende einer jeden Stufe erreicht haben sollen. Diese Matrix soll auf den Bundesstufenkonferenzen beschlossen werden und bildet die Grundlage für die späteren Stufenordnungstexte.

Neue Stufenordnung bis 2018

Die Stufenordnungstexte werden zwischen den Bundesstufenkonferenzen 2016 und 2017 von den jeweiligen Bundesarbeitskreisen erarbeitet. Um dabei unserem Anspruch von aufeinander aufbauenden, attraktiven Programmen gerecht zu werden, arbeiten die Stufenarbeitskreise eng zusammen und stimmen sich während des Prozesses ab. Und wenn dann alles klappt, wird jeder Stufenordnungstext 2017 von der jeweiligen Bundesstufenkonferenz beschlossen. Und wenn dann wieder alles klappt, werden die gesamten Stufenordnungstexte der Bundesversammlung zur Beratung und Entscheidung 2018 vorgelegt.

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