Die Vorgruppe vor den Wölflingen

Erschienen am 3. Juni 2016 in Allgemeines

Vera Sadowski

Vera Sadowski

Vera Sadowski ist hauptberufliche Referentin der Bundesleitung. Sie ist Ansprechperson für die Kinderstufen sowie für die Themen Prävention und Ausbildung.

 

Im Zuge der Überprüfung unserer Altersstufen haben wir nicht allein auf unsere bereits bestehenden vier Altersstufen geschaut. Eine weitere Frage war, ob wir auch Kindern vor dem Wölflingsalter die Möglichkeit geben sollten, Pfadfinden zu erleben. Auf der Bundesversammlung im Mai wurde nun eine freiwillige Vorgruppe beschlossen. Bis zur Bundesversammlung 2017 wird daran nun intensiv weitergearbeitet. Was das für euch bedeutet erklären wir euch hier.

Bedarf an Vorgruppe gegeben

Bereits im letzten Jahr hat die Bundesversammlung im Rahmen des Antrags „Weiterentwicklung unserer Altersstufen“ der Bundesleitung den Auftrag gegeben, ein Konzept zur möglichen inhaltlichen und strukturellen Einbindung einer freiwilligen Gruppe vor der Wölflingsstufe zu erarbeiten. Bei der Umfrage zur Überprüfung unserer Altersstufen wurden die Teilnehmenden unter anderem gefragt, ob bereits ein Angebot für Kinder vor dem Wölflingsalter in ihrem Stamm bestehe. Insgesamt haben 10 Prozent aller Teilnehmenden die Frage mit Ja beantwortet. Ein Großteil der Stämme hat dafür eine eigene Gruppe mit eigenem Programm.

Hilfe und Unterstützung notwendig

Diese Anzahl und auch die Aussage, dass es sich um eine eigene Gruppe und nicht einfach um „kleine Wölflinge“ handelt, bestätigte uns in der Vermutung, dass es nicht reicht, allein in unserer Ordnung einen entsprechenden Satz zu ergänzen, dass eine freiwillige Gruppe vor der Wölflingsstufe möglich sei. Daher hat die Bundesleitung eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich damit beschäftigt hat, zu überlegen, welche Inhalte ein zu erarbeitendes Konzept haben müsse. Denn eins ist im Verlauf der Arbeit an dem Thema deutlich geworden: die Stämme, die bereits solche Gruppen haben, benötigen Hilfe und Unterstützung, um Handlungssicherheit zu bekommen.

Rahmenbedingungen festgelegt

Auf der Bundesversammlung in diesem Jahr wurde von der Bundesversammlung ein Antrag beschlossen, der die Frage, wieviel Struktur und Inhalt eine freiwillige Vorgruppe benötigt, beantwortet. Dabei ist vorgesehen, dass regelmäßige Gruppenstunden stattfinden und die Gruppe altersgerecht in das Stammesleben eingebunden werden soll, jedoch ohne Pfadfinderversprechen und ohne Stimmrecht auf der Stammesversammlung für die Kinder. Die Leiterinnen und Leiter sind dabei Mitglieder der Leiterrunde und der Stammesversammlung, die ebenfalls an der gesamtverbandlichen Ausbildung teilnehmen können.

Konzept bis 2017

Die Bundesleitung wurde beauftragt, ein Konzept mit diesen Eckpunkten bis zur Bundesversammlung 2017 zu erarbeiten. Auf Basis dieses Konzepts wird darüber hinaus eine Arbeitshilfe für Leiterinnen und Leiter sowie ein Ausbildungsbaustein äquivalent zum Baustein 2a „Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen“ entwickelt. Der Beschluss soll den Leiterinnen, Leitern und Stämmen, die bereits Kinder vor dem Wölflingsalter aufnehmen, in erster Linie Handlungssicherheit geben. Dabei handelt es sich nicht um eine weitere – fünfte – Altersstufe. Nach wie vor bleibt diese Gruppe eine freiwillige Option.

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