Ein bisschen Spaß muss sein!

Erschienen am 17. Oktober 2016 in Lilienpflege

Volker Lindhauer

Volker Lindhauer

Volker Lindhauer ist Referent für Verbandsentwicklung und Jugendpolitik beim DPSG Bundesverband. Ehrenamtlich engagiert er sich in seinem Heimatstamm in Münster.

 

Ein bisschen Spaß muss ein!

Wenn uns das Engagement in der DPSG, für’s Pfadfinden und für junge Menschen, keinen Spaß machen würde, wären wir alle nicht dabei. Jede und jeder hat seinen eigenen Antrieb für sein ehrenamtliches Engagement. Aber ich bin mir ganz sicher, dass keine Leiterin und kein Leiter sich freiwillig für Gruppenstunden, Lager und Fahrten, die Termine und Aufgaben der Leiterrunde und all die anderen Aufgaben engagieren würde, wenn es ihr oder ihm keinen Spaß macht. Den Rückmeldungen zu den Lilienpflege-Sets entnehmen wir, dass ein guter „Dünger“ für das Engagement von Leiterinnen und Leitern der Spaß an der Sache und miteinander, aber auch die verrückten Aktionen zwischendurch oder auch einfach mal die Flucht aus dem grauen Alltag ist.

Moral und Motivation hochhalten

Sicher kann der Spaß zwischendurch mal verloren gehen, wenn z.B. nicht die Zeit da ist, das Programm für die Gruppenstunde in aller Ruhe vorzubereiten oder Projekte nicht so funktionieren wie gedacht. Viele von uns engagieren sich gleich in mehreren Aufgaben, was dazu führen kann, dass man sich überarbeitet und unter dem Druck eher die Frustration als die Begeisterung steigt. Ein gutes Mittel, um Moral und Motivation in der Leiterrunde zu erhalten und zu stärken sind Spaßaktionen.

Vorstände können hier mit kleinen Aktionen viel erreichen:

  • Ein klassisches Format ist der Leiterspaßtag

    Nehmt euch einen ganzen Tag Zeit, um die Leiterrunde als Gruppe zu erleben. Startet mit einem entspannten Frühstück oder Brunch und organisiert ein schönes Programm für den Tag. Spielt z.B. mit euren Leiterinnen und Leitern Mister X/Scotland Yard in eurer Stadt, macht einen Ausflug ins Spaßbad um die Ecke oder besucht den Zoo. Einen Ausflug kann man immer auch gut mit kleinen, spaßigen Spielideen, wie zum Beispiel einer Foto-Erkundung mit verrückten Aufgaben, verbinden. Zum Abschluss lasst ihr den Abend gemütlich ausklingen. Ein regelmäßiger Termin, z.B. nach den Sommerlagern, hilft dabei, das Thema „Spaß in der Leiterrunde“ nicht aus den Augen zu verlieren – und eurer Leiterrunde, sich dafür auch wirklich die Zeit zu nehmen.

  • Lasst eure Leiterinnen und Leiter mal wieder Gruppenkinder sein

    Ob nach einer langen Leiterrunde oder als Impuls beim Planungswochenende, auch „kindische“ Spiele machen Spaß und helfen, den Kopf frei zu bekommen. Jede und jeder hat dabei sicher einige Ideen aus seiner eigenen Kindheit im Kopf. Eine kleine Sammlung schöner Ideen findet ihr darüber hinaus im „fundus“.

  • Auch im Lager muss der Spaß nicht zu kurz kommen

    Ihr könnt einen Leiterverwöhntag durchführen, an dem ihr es euch mal richtig gut gehen lasst und der Leiterrunde die Möglichkeit zur Entspannung gebt. Oder ihr bereitet einen Abend mit Bühnenprogramm vor, dass von den Kindern und Jugendlichen für die Leiterinnen und Leiter als Publikum gestaltet wird.

  • Lasst euch von anderen Ebenen bespaßen

    Wer als Vorstand selbst nicht Zeit und Ruhe (oder auch finanzielle Mittel des Stammes) zur Verfügung hat, kann oft auf Angebote anderer Ebenen zurückgreifen: Bezirke und Diözesen bieten auch oft Dankeschön- oder reine Spaßaktionen für Leiterinnen und Leiter an. Ob es das diözesane Sommerfest oder der Pokerabend der Pfadfinderleiterinnen und –leiter ist: Informiert euch bei den jeweiligen Vorständen oder Büros über derartige Angebote und bietet sie eurer Leiterrunde an. Wir haben Links zu den Diözesanverbänden und ihren Kontaktdaten zusammengestellt.

 

Die Möglichkeiten, für ein bisschen Abwechslung und Ablenkung im Leitungsalltag zu sorgen, sind vielfältig. Welche Ideen und Methoden für eure eigene Leiterrunde am besten passen, könnt ihr nur selbst beantworten. Und vergesst dabei euch selbst nicht: Auch Vorstände müssen natürlich Spaß bei der „Arbeit“ haben!

 

Das Thema Spaß lässt sich gut mit dem Thema Danke-sagen verknüpfen:

Merci, dass es dich gibt

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