Ein Hike mit dem Chief Scout in Kapstadt

Erschienen am 17. November 2016 in freiwillig & weltwaerts

Denja Otte

Denja Otte

Denja Otte hat 2015/2016 ihr Freiwilliges Soziales Jahr in unserem Bundeszentrum Westernohe gemacht. Nun verbringt sie bis Juli 2017 ein Jahr als weltwärts-Freiwillige mit der DPSG und Nangu Thina in Kapstadt. Dort arbeitet sie im National Office der Scouts South Africa.

 

Manche kennen mich bestimmt vom vergangenen Jahr aus Westernohe. Ja, ich bin immer noch mit der DPSG unterwegs. Aber diesmal am anderen Ende der Welt und zwar in Kapstadt. Ich arbeite hier im National Office der Scouts South Africa. Nun bin ich seit knapp 3 Monaten in Kapstadt und habe doch schon viel erlebt.

Paint the lion purple

denja-chief-and-paddyEines meiner bisherigen Highlights war die Wanderung auf dem Lion’s Head. Für alle, die es nicht wissen: Kapstadt liegt zwischen Meer und Bergen. Im Zentrum befindet sich die Bergkette Signal Hill – Lion’s Head – Table Mountain. Jeden Donnerstag im Oktober gibt es ein Event namens „Paint the Lion purple“. Übersetzt bedeutet dies etwa „streiche den Löwen lila“. Da treffen sich die Scouts aus der Umgebung und erklimmen zusammen Lion’s Head. Lila? Die Scouts haben hier die WOSM-Farben angenommen und so sind hier sämtliche T-Shirts, Jacken und Caps lila. Dieses Event ist eine Aktion, um auf die Pfadfinderinnen und Pfadfinder aufmerksam zu machen. Oder auch, um das Besondere zu zeigen, was die Stadt Tag täglich bietet.

So trafen sich am ersten Oktober-Donnerstag circa 40 Scouts in „purple“, um Lion´s Head zu erklimmen. Eine Besonderheit an diesem Donnerstag war, dass uns Sibusiso Vilane – Chief Scout of Scouts South Africa – begleitete. Er hat den Kilimandscharo siebenmal erklommen, den Mount Everest dreimal und er war der erste Afrikaner der alle 7 Summits bestiegen hat. Er war bis zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nie auf dem Lion´s Head. So war es für uns beide das erste Mal.

Steiler Anstieg

group-shot-on-the-summit-of-lions-headLos geht es! Der erste Part war eine befestigte Straße, die jedoch sehr steil war. Nach den ersten zwei Minuten dachten wir, dass wir es niemals bis zum Gipfel schaffen. Aber wir waren motiviert, denn die Aussicht sollte wundervoll sein und Sibusiso hat uns angespornt. Für ihn war es sehr einfach. Er erzählte von seinen Expeditionen zum Nord- und Südpol und seinen kommenden Vorhaben. Nach einer halben Umrundung des Berges kamen dann die Stufen. Anstrengend kann ich euch sagen, aber wunderschön. Was toll zu sehen war, waren all diese Scouts auf dem Weg verteilt in „purple“. Wir sind uns alle immer wieder begegnet und haben uns gegenseitig motiviert, den Gipfel zu erreichen.

Ein bisschen Klettern ist auch dabei

Nun wurde es interessant. Es ging die Felsen hoch. Für die, die dies nicht machen wollten, gab es einen anderen Weg. Doch ich, Paddy –Regional Commisioner von dem Western Cape – und Sibusiso entschieden uns für den Kletterpfad. Mit Stufen in den Felsen und Ketten zum Festhalten war es auch gar nicht so schwer. Nach der letzten Stufe ging es dann ohne Hilfe weiter die Felsen rauf. Noch ein bisschen klettern und wir waren endlich am Gipfel angekommen.

Gerade pünktlich zum Sonnenuntergang

img_1737Sobald wir den letzten kleinen Felsen überwunden hatten, standen wir auf dem Gipfel. Eine wahnsinnige Aussicht über Kapstadt! Wir konnten in die Stadt gucken. Im Hintergrund sahen wir den Hafen und den Atlantik. Drehten wir uns um, blickten wir auf Camps Bay, die 12 Apostel und den Tafelberg. Hinzu kam das wundervolle Licht des Sonnenuntergangs über dem Atlantik. Jeder der einmal in Kapstadt ist, sollte sich die Möglichkeit nicht entgehen lassen!

 

Der Abstieg

Nach einem schnellen Gruppenfoto ging es dann auch schon wieder zurück, denn es wird sehr schnell dunkel. So meisterten wir all diese Felsen rückwärts. Sibusiso war dabei eine sehr große Unterstützung und zeigte mir, was der sicherste Weg ist um heile unten anzukommen. Die letzten Meter liefen wir dann im Dunkeln, hatten aber dafür einen weiten Blick auf Kapstadt bei Nacht.

 

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