Fahrräder für alle!

Erschienen am 17. Dezember 2014 in Ökologie

Dominik Naab

Dominik Naab

Dominik Naab ist seit Februar 2013 Bundesvorsitzender und unter anderem zuständig für die Wölflings- und Jungpfadfinderstufe, Internationales und den Fachbereich Internationale Gerechtigkeit.

 

#ichwillzukunft: Ich träume von einer Welt, in der ich mein Fahrrad abstellen kann, ohne es abschließen zu müssen. Das klingt banal! Dahinter verbirgt sich meines Erachtens aber mehr: Warum schließe ich meine Rad ab? Ich schließe mein Zweirad ab, weil ich es sonst sehr wahrscheinlich nicht mehr dort vorfinden werde, wo ich es abgestellt hatte. Irgendjemand, wer auch immer, wird das Fahrrad entwenden. Warum sollte jemand meinen Drahtesel klauen? Das Rad besitzt einen Wert, den jemand darin erkennt oder dem Gegenstand zuschreibt. Entweder die Person sieht den kurzzeitige Nutzen, sich mit meinem Rad einfach und schnell fortzubewegen, oder sie sieht den finanziellen Wert des Gegenstands und möchten diesen realisieren.

Und damit kommen wir zum Kern: Die Welt ist in vielen Teilen ungerecht – im lokalen, nationalen und globalen. Die materiellen Güter der Erde sind ungleich verteilt. In einer Welt, in der ich mein Fahrrad nicht abschließen muss, ist entweder jede Person mit einem Rad versorgt oder die vorhandenen Fahrräder gehören allen gleichermaßen. Das finde ich eine schöne Vorstellung.

Und hey, was wäre das für eine umweltfreundliche Welt, in der jeder Mensch ein Fahrrad oder alle Fahrräder zur Verfügung hätte. Das wäre eine Chance für gesunde und klimafreundliche Fortbewegung. Dann fehlt nur noch der fahrscheinlose öffentliche Nahverkehr, aber das ist ein anderes Thema.

Fürs Erste wünsche ich mir schlossfreien Fahrradverkehr.

Dieser Blog-Beitrag ist Teil der Adveniat-Jahresaktions-Blogparade. Unter dem Hashtag #ichwillzukunft lassen sich weitere Artikel der Blogparade in den sozialen Medien finden.

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One Response

  1. Simeon Harjung

    Simeon Harjung

    17. Dezember 2014: Dieses "allen gehört alles" habe ich schonmal irgendwo gehört... Aber ich glaube es ist wirklich schwer das umzusetzen. Eine Idee, die ich sehr genial finde, ist das Leihfahrrad. Überall in der Stadt sind Stationen mit Fahrrädern aufgestellt und man von Station zu Station fahren. Nutzen dies immer mehr Leute wird die gesamte Infrastruktur billiger und kann immer weiter ausgebaut werden. Man ist sehr flexibel, da man zum Einkaufsladen mit dem Fahrrad fahren kann und vielleicht für den Rückweg den Bus nimmt. Ich glaube das ist ein gute Möglichkeit deiner Idee recht nahe zu kommen.