Friede sei mit Dir – Shalom – Salam

Erschienen am 11. Dezember 2014 in Glaube leben

Christian Schnaubelt

Christian Schnaubelt

Christian Schnaubelts Herz schlägt für die Öffentlichkeitsarbeit. Er ist Mitglied im Medienteam & der mittendrin-Redaktion. Der Journalist engagiert sich zudem in Nahostgruppe & der AG „Friedenslicht aus Betlehem“.

 

20140721-Finale_Version_ohne_Platzhalter-212x300Am heutigen Tag machen sich von verschiedenen Stellen Deutschlands 150 Pfadfinderinnen und Pfadfinder des BdP, der DPSG, der PSG, des VCP und des VDAPG per Zug oder per Auto auf die Reise. Alle haben ein gemeinsames Ziel: Wien. Denn in der österreichischen Hauptstadt findet am 13. Dezember die internationale Aussendungsfeier des Friedenslichtes aus Betlehem statt. Die kleine Flamme aus der Geburtsgrotte Jesu Christi ist gerade in diesem Jahr – in dem im Nahen Osten Gewalt vorherrscht – ein wichtiges Zeichen für Frieden und Völkerverständigung. Auch das Jahresmotto der Friedenslichtaktion „Friede sei mit Dir – Shalom – Salam“ drückt den gemeinsamen Wunsch von Christen, Juden und Muslimen nach Frieden aus. Daher hoffen wir, dass das Friedenslicht aus Betlehem auch etwas zum interreligiösen Dialog hier bei uns in Deutschland beitragen kann.

„Von der Geburtsgrotte in Betlehem ist es ein weiter und beschwerlicher Weg von 3.600 Kilometern (bis nach Nordrhein-Westfalen) für das vom Österreichischen Rundfunk am 24. November entzündete Friedenslicht. Dabei ist die erste Hürde, die Mauer zwischen Betlehem und Jerusalem, schon fast die größte Hürde, wie uns die kath. Pfadfinder in Betlehem berichteten, die wir im Rahmen der DPSG-Nahostreise 2013 besuchten und mit denen wir weiterhin in Kontakt stehen. Per Flugzeug gelangte das Licht nach Wien, wo es am 3. Adventssamstag an Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus 25 Länder übergeben wird. Von dort bringt die deutsche Friedenslichtdelegation die kleine Flamme – rund um die Uhr bewacht – am 14. Dezember nach Deutschland. Bis Weihnachten soll das #Friedenslicht im Rahmen der bundesweiten Aktion #frieden14 dann in möglichst vielen Kirchen, Dörfern und Städten an der Krippe stehen und somit den Bogen zurück nach Betlehem schlagen. Und vielleicht macht sich dann auch ein Stück Weihnachtsfrieden breit, nicht nur bei uns, sondern auch im Ursprungsland des Friedenslichtes, dem Heiligen Land.

Doch zuvor heißt es jetzt auch für mich Rucksack packen, Kluft und Ringhalstuch bügeln und die Grubenlampe für den Lichttransport vorbereiten. Auch wenn die Reise nach Wien für mich kein „Neuland“ mehr ist, packt mich doch jedes Mal erneut ein Kribbeln im Bauch und eine große Vorfreude macht sich breit. Denn pfadfinderische Gemeinschaft, Spiritualität und Internationalität kam man bei der Friedenslicht-Delegationsfahrt hautnah erleben. Dabei lebt die 72-stündige-Friedenslichtaktion besonders vom guten Miteinander und dem Teamgeist der fünf Pfadfinder/innenverbände sowie dem Ziel: „Allen Menschen guten Willens“ ein Stück Frieden bringen. Ganz nach dem alten dänischen Sprichwort: „Du verlierst nichts, wenn Du mit deiner Kerze, die eines Anderen anzündest“.

In diesem Sinne Gut Pfad und eine schöne Friedenslichtaktion 2014!

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