Helfen – auch über den Freiwilligendienst hinaus

Erschienen am 8. Dezember 2014 in freiwillig & weltwaerts

Stephanie Rauer

Stephanie Rauer

Stephanie Rauer leistet im Büro der SCOUTS South Africa in Nelspruit einen weltwärts-Dienst. Ihre Aufgaben im Büro sind vielfältig – von Kopieren bis zur Veranstaltungsorganisation. Sie genießt Kultur und Herzlichkeit der Pfadfinder in Südafrika.

 

Mein Name ist Stephanie Rauer und ich bin über die DPSG als weltwärts Freiwillige in Südafrika. Dort arbeite ich im Büro der Provinz Mpumalanga. Zu vergleichen ist dies mit unseren Diözesanbüros. Die Pfadfinder hier unterstützen in Zusammenarbeit mit Nangu Thina e.V. und der Umckaloabo Stiftung verschiedene Projekte in Mpumalanga. Zu unseren Aufgaben gehört es hier beispielsweise Kontakt zu den Verantwortlichen vor Ort zu halten, Unterstützung bei Reparaturarbeiten anzubieten und einen Überblick über die vorhandenen Spendengelder zu behalten sowie sicher zu gehen, dass diese gezielt eingesetzt werden können. Mit vielen spannenden Menschen bin ich bisher in meiner Zeit hier zusammen getroffen. Am meisten beeindruckt hat mich aber meine Begegnung mit Bongani. Über einen befreundeten Pfadfinder habe ich Bongani und seine Mutter Linda kennengelernt.

Bongani kam als gesundes Baby auf die Welt. Seine Eltern Linda und Ben haben drei weitere Kinder, Bongani ist der jüngste Sohn. Noch als Säugling wurde er schwer krank. Bongani erlitt gehäuft Epileptische Anfälle in der Nacht und am Tag. Linda wurde mehrfach mit ihm in der Klinik vorständig. Nach einigen Test wurde klar, dass Bongani sich mit einer Meningitis infiziert hatte. Diese Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute kann bei Säuglingen und Kleinkindern, wenn sie unerkannt bleibt und nicht frühzeitig genug behandelt wird, wie es bei Bongani der Fall war, drastische Auswirkungen haben. Bonganis Stammhirn und Nervensystem erlitten eine so schwerwiegende Schädigung, dass er eine Epilepsie ausbildete und kognitiv beeinträchtigt ist.

Heute, acht Jahre nach dieser Infektion lebt Bongani zusammen mit seinen Geschwistern und seinen Eltern in einem Township namens Mataffin in der Nähe von Nelspruit. Die kleine Hütte mit drei Zimmern verfügt über kein Badezimmer, gewaschen wird sich in einer Schüssel. Die Familie besitzt zwar einen Wassertank, jedoch wird das Wasser in den trockenen Wintermonaten oft knapp. Die Nachbarskinder haben Angst vor Bongani und wollen auf Grund seiner Beeinträchtigung nicht mit ihm spielen.

Bis 2012 wurde Bongani täglich im Day Care Center Good Hope in Mataffin betreut, dort arbeitete auch Linda bis zu dem Zeitpunkt, als Bongani das schulpflichtige Alter erreichte. In Mataffin gibt es jedoch keine Schule, die auf Kinder mit körperlichen und geistigen Behinderungen spezialisiert ist und der Besuch einer Regelschule ist auf Grund infrastrukturelle und heilpädagogischen Gegebenheiten nicht möglich. Linda kümmert sich liebevoll um ihre Kinder, Ben geht arbeiten. Jedoch bleiben am Ende des Monats nicht genügend finanzielle Mittel übrig, um Bongani die spezielle Förderung bezahlen zu können, die er benötigt.

Ziel soll es sein, für Bongani ein schulisches Umfeld zu schaffen, in dem er individuell gefördert und auf seine Bedürfnisse und Neigungen eingegangen wird. Genau dies könnte die DASHA Foundation ihm bieten. Diese Schule mit heilpädagogischer Betreuung in Nelspruit wird jedoch privat geleitet und ist deshalb sehr teuer. Auch der Transport zur Schule muss von den Eltern selbst organisiert werden. Jedoch könnte sich Bongani hier in einem Umfeld bewegen, in dem keiner Angst vor ihm hat oder ihn ausgrenzt. Er kann die Erfahrung machen angenommen zu werdenund Sozialkontakt mit Gleichaltrigen erleben. Gleichzeitig hätte seine Mutter Linda die Möglichkeit wieder arbeiten zu gehen, um ihren Kindern ein besseres Leben bieten zu können.

Bonganis Schicksal hat mich berührt und ich möchte ihm helfen. Darum habe ich ein Spenden projekt ins Leben gerufen. Schon mit einer kleinen Spende könnt auch ihr Bongani und seiner Familie helfen einen Schritt nach vorne machen zu können.

Weitere Infos findet ihr unter www.betterplace.org/p19152.

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