Als Leiter nach Südafrika

Erschienen am 24. März 2015 in Abenteuer Leiten

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Eine internationale Begegnung auf dem afrikanischen Kontinent: klingt nach einer großen Herausforderung! Irina, Pfadfinderin aus Salach beschreibt in der kommenden mittendrin, welche erstaunlichen Entdeckungen sie mit ihrem Trupp gemacht hat, und Ingo, Pfadileiter aus Aachen, verrät uns hier im Interview, wie so ein Treffen gelingen kann. Die neue Ausgabe der mittendrin findet ihr in den kommenden Tagen in eurem Briefkasten.

Ingo, du bist Pfadileiter in Mariadorf bei Aachen. Wie bist du darauf gekommen, eine Gruppe Pfadfinder in die Provinz Mpumalanga als Leiter zu begleiten?
Die Gelegenheit war günstig. Ein Orga-Team aus dem DV Aachen hat diese einmalige Veranstaltung vorbereitet und ich habe mir zugetraut, eine Gruppe Rover für drei Wochen zu verantworten.

Welche Vorbereitungen habt ihr getroffen?
Zunächst war die große Frage: Was können wir, neben der Überreichung von Spendenmitteln, die zusammengekommen waren, vor Ort tun? Wir hatten die Möglichkeit, ein Bewässerungsprojekt für eine kleine Gartenanlage eines sozialen Treffpunktes nahe unseres Unterbringungsortes durchzuführen. Wir erfuhren davon beim Skypen mit den afrikanischen Pfadfindern, die später tolle Gastgeber und Reiseführer waren. Außerdem musste sich natürlich jemand um Unterbringung und Verpflegung sowie Transport und Organisatorisches kümmern. Dies wurde vom Orga-Team mit Unterstützung eines auslandserfahrenen Mitarbeiters aus dem Diözesanverband übernommen. Vor Ort war eine Pfadfinderin der DPSG im Freiwilligendienst unsere Ansprechpartnerin.

Wo seid ihr schließlich untergekommen und wie habt ihr euren Alltag vor Ort organisiert?
Wir konnten im Pfadfinderheim des örtlichen Stammes übernachten und haben selbst gekocht. Einkaufen kann man dort wie bei uns, nur ist für die Einheimischen unser Lebensstil unbezahlbar. Auch viele Materialien für unser Bewässerungsprojekt haben wir vor Ort im Baumarkt gekauft. Es gab drei Dienste im täglich wechselnden Rhythmus: Eine Gruppe für Sauberkeit, eine für Einkaufen und Kochen und eine für die Vorbereitung von bunten Abenden und die Pflege des Blogs.

Wie habt ihr das alles finanziert?
Es gab verschiedene Finanzaktionen und es kam auch Geld über Zuschüsse, die von den Profis aus dem Orga-Team beantragt worden waren.

Welche Aktivitäten habt ihr noch unternommen?
Neben unserem Projekt haben wir kleine Ausflüge, wie Wanderungen durch die atemberaubende Natur der Nationalparks, gemacht. Außerdem haben wir ein Wochenende als Kleingruppe bei einer Gastfamilie innerhalb eines Dorfes verbracht. An diesem Abend haben wir eine der tollsten Feiern veranstaltet, die ich seit langem erlebt habe.

Welche besonderen Erfahrungen hast du bei der Begegnung gemacht?
Wir wurden sehr gastfreundlich und nett empfangen. Fast jeden Abend haben wir mit einem Stamm vor Ort ein gemeinsames Abendprogramm gestaltet und kleine Geschenke verteilt. Haribo oder Nutella kennt dort jeder, aber es kann sich keiner leisten. So etwas passt immer noch ins Gepäck und alle freuen sich riesig darüber. Die Unterschiede werden besonders bewusst, wenn man morgens kein fließend Wasser hat oder in den Townships die ärmlichen Verhältnisse sieht. Trotzdem wissen sich die Menschen zu helfen. Als einmal eine Bohrmaschine benötigt wurde, gab es jemanden, der jemanden kannte, der jemanden kannte – und schon war ein Gerät zur Hand. Sicherlich hängt das auch mit der großen Hilfsbereitschaft und dem Stellenwert des Pfadfindens in der Gesellschaft zusammen.

Gab es Schwierigkeiten?
Nein, eigentlich gar nicht. Sitten und Gebräuche sind überall anders, aber wir haben uns immer mit Gesten verständigen können und sind nie angeeckt. Trotzdem gibt es eine generelle Tendenz, nicht alles allzu genau zu nehmen. Verspätungen oder dem Abweichen von Plänen sollte mit Flexibilität und Gelassenheit begegnet werden.

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2 Responses

  1. Tom

    24. März 2015: Bitte seid so nett und ersetzt "Orga-Team" durch Diözesanarbeitskreis Roverstufe. Als Teilnehmer bei BAAM finde ich dass der AKR hier Erwähnung finden muss. Danke und Gut Pfad Tom

     
    • Susanne Ellert

      24. März 2015: Hallo Tom, der Beitrag ist in Interview-Form und wir geben hier die Worte des Interview-Partners wieder. Wir können in diesem Fall also nicht ändern, was er gesagt hat. Danke für dein Verständnis Das Blog-Team