80. Bundesversammlung: Tag 2

Erschienen am 15. Mai 2015 in Live dabei

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Gleich nach der Morgenrunde starten wir in den zweiten Tag der 80. Bundesversammlung. Heute erwartet die Teilnehmenden Beratungen zur Lilienpflege, weitere Lesungen zu den Anträgen aus „DPSG im Wandel“ und Bischof Dr. Ulrich Neymeyr wird die Versammlung heute besuchen.

Lilienpflege

lilienpflegeDominik und Kerstin führen in die Lilienpflege ein. Lilienpflege ist ein Verbandsentwicklungsprozess, der zum Ziel hat, möglichst vielen Kindern und Jugendlichen Pfadfinden zu ermöglichen. Um dies zu erreichen, sollen Leiterinnen und Leiter gestärkt und das pädagogische Angebot überprüft werden. Um in das Thema einzuführen, beschreiben Dominik und Kerstin den Prozess vom Bauen zum Gärtnern und visualisieren das entsprechend. Auch die für die verschiedenen Schritte verantwortlichen Menschen stellen sich als Gärtnerinnen und Gärtner dar.

In der Lilienpflege gibt es verschiedene Schwerpunkte: Bindung/Begeisterung, Unterstützung und Gewinnung von Leiterinnen und Leitern. Bevor der Prozess dann 2018 abgeschlossen wird, sollen natürlich die Ergebnisse gesichert und reflektiert werde.

Für die „Pflege“ der Leiterinnen und Leiter sind die Mitglieder des Hauptausschusses verantwortlich und für die Weiterentwicklung der Altersstufenzuschnitte und der Fachbereiche sind die Mitglieder der Bundesleitung zuständig. Diese stellen jeweils vor, was schon gelaufen ist und was noch ansteht. Anschließend werden den Mitgliedern der Bundesversammlung Fragen zur Lilienpflege gestellt:

Was ist in den verschiedenen Bereichen schon zur Lilienpflege geschehen?
Mehrere Diözesanverbände veranstalten Danke-Partys oder andere Danke-Veranstaltungen, kleine Danke-Pakete wurden in Sommerlager geschickt oder an Bezirksvorstände verteilt, Postkarten-Aktionen finden statt und AGs zur Leiter/innen-Gewinnung wurden gegründet.

Was wird gebraucht, um gut an der Lilienpflege arbeiten zu können und was ist für die nächste Phase wichtig?
Es ist nötig Ideen zu entwickeln, wie der Prozess bis in die Stammesebene getragen werden kann und es ist gut, viele verschiedenen Ideen leicht zugänglich zu sammeln, damit man gegenseitig abgucken kann. Das Danke-Sagen muss sichtbar sein und verschiedene Unterschiede sollten berücksichtigt werden. Darüber hinaus ermahnen die Mitglieder der Bundesversammlung, dass das Etablieren einer Danke-Kultur nur ein erster Schritt sein kann, es muss noch weiter gehen.

Neben der Beschäftigung mit der „Pflege“ von Leiterinnen und Leitern, wurde auch ein Prozess angestoßen, in dem überprüft wurde, ob die bestehenden Fachbereiche noch die richtigen sind. Nachdem davon berichtet wurde steigt die AG Stufenzuschnitte in eine Methode ein, um der Versammlung deutlich zu machen, welche Aspekte aus der Ordnung der DPSG sie zugrunde legen.

09h38m37s - Plakatwand, Stufenzuschnitte

Daraus hat die AG abgeleitet, dass die pädagogischen Programme der verschiedenen Stufen dahingehend überprüft werden, inwiefern sie aufeinander aufbauen. Dazu soll die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen einbezogen werden. Diese wurde von der AG mehrdimensional betrachtet: entwicklungs-, sozialpsychologisch und pädagogisch. Im Verlauf der Bundesversammlung haben die Mitglieder die Möglichkeit die von der AG vorgeschlagenen neuen Stufenzuschnitte zu kommentieren.

Grußwort von Bischof Dr. Ulrich Neymeyr

Der Tagesordnungspunkt zur Lilienpflege wird unterbrochen, denn Bischof Dr. Ulrich Neymeyr, stellvertretender Vorsitzende der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz, ist eingetroffen. Er wird sehr herzlich von Kerstin Fuchs begrüßt und richtet dann einige Worte an die Versammlung. Diese hat im Anschluss die Möglichkeit Fragen zu stellen.

Zur Situation katholischer Jugendverbände in den neuen Bundesländern berichtet Bischof Neymeyr, dass die Aktivität sehr davon abhängt, wie viele Katholikinnen und Katholiken in den verschiedenen Dekanaten leben.
In der kürzlich stattgefundenen Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholik/innen (ZdK) wurden Beschlüsse zu dem Zulassen von wiederverheiratet Geschiedenen zu den Sakramenten und der Anerkennung von homosexuellen Partnerschaften gefasst. Bzgl. dieser Beschlüsse des ZdK vermutet Bischof Neymeyr, dass die Reaktion von den Bischöfen unterschiedlich ausfallen werden. Auch für ihn steht die Frage im Raum, wie das Jahr der Barmherzigkeit ausgestaltet wird. Er stellt dar, dass die Themen, die zur Zeit die deutschen Bischöfe und die katholischen Laiengremien in Deutschland beschäftigen, nicht in allen anderen Ländern auch Themen sind.

09h34m43s - Bischoff Neymeyer

Als Herausforderungen für die DPSG in den kommenden Jahren sieht Bischof Neymeyr die Berücksichtigung derLebenssituation von Kindern und Jugendlichen. Der Vorteil ist, dass erstmal Kinder und Jugendliche gewonnen werden können, die Spaß am Pfadfinden haben. Im Verlauf hat der Verband dann die Chance, auch das Evangelium, das eine Grundlage für katholische Jugendverbände ist, zu vermitteln. Eine weitere Herausforderung ist, dass Schule und andere Bereiche immer mehr Raum im Leben von Kindern und Jugendlichen einnehmen. Einen Vorteil von außerschulischer Jugendarbeit sieht Bischof Neymeyr darin, dass „vor einem Pfarrheim eine Schneeballschlacht gemacht werden kann, auf einem Schulhof geht das oft nicht.“ Er erzählt, dass er selbst auch im Zeltlager mehr gelernt hat, als in der Schule. „Um die wertvolle Arbeit von Jugendverbandsarbeit weiterhin möglichst vielen jungen Menschen teil werden lassen zu können, muss gemeinsam für Freiräume gekämpft werden. Denn die Bildungsarbeit, die in den Jugendverbänden läuft, ist mindestens genau so wertvoll, wie die, die in der Schule vermittelt wird.“

09h31m41s - Bischoff NeymeyerBischof Neymeyr weist darauf hin, dass Jugendverbandsarbeit, auch mit ihren tollen Großaktionen und Events, nur möglich ist, wenn die Struktur an der Basis ganzjährig funktioniert. Als eine Grundlage dafür lobt Neymeyr die Kuratinnen- und Kuraten-Ausbildung in der DPSG und zwar insbesondere, dass diese schon für Menschen auf der Stammesebene angeboten wird.
Er schließt damit ab, dass er der DPSG verspricht, auch weiterhin bei seinen Bischof-Kollegen Lanzen für katholische Jugendverbandsarbeit zu brechen.

Kerstin Fuchs bedankt sich für die jahrelange gute Zusammenarbeit und dafür, dass Bischof Neymeyr so verlässlich die Bundesversammlung der DPSG besucht.

 

Weiterentwicklung der Altersstufen

Der Initiativantrag zur Weiterentwicklung der Altersstufen wird aufgerufen. Inhalt des Antrags ist, dass bis zur Bundesversammlung 2016 die Zuschnitte der Altersstufen weiter überprüft werden sollen. Einige Eckpfeiler sollen einem späteren konkreten Stufenzuschnittsmodell zugrunde liegen. So z.B., dass es weiterhin vier Altersstufen geben soll und das Alter ausschlaggebend für einen Stufenwechsel ist.

In einer ersten Runde können Rückmeldungen zum Antrag gegeben werden. Die Antragsteller erläutern noch einmal, dass sie diesen Antrag brauchen, um gewisse Eckpunkte festzulegen, um weiter arbeiten zu können. Die Versammlung diskutiert nun, ob es konkrete Zeitpunkte für den Start und das Ende einer Altersstufe geben solle oder ob eher nach dem Entwicklungsstand der Kinder und Jugendlichen entschieden werden sollte. Bei letzterem Punkt wird gefragt, ob Leiterinnen und Leiter die Entwicklung so weit bewerten können. Ein weiterer Punkt der Diskussion ist die freiwillige Vorstufe oder -gruppe vor der Wölflingsstufe, bei der unter anderem darauf eingegangen wird, dass diese bereits vielerorts Realität ist, aber auch die Frage, ob daraus nicht perspektivisch eine eigene Stufe entstehen würde. 

09h28m46s - Matti, Wölflinge

Auch die Frage, ob die Wölflingsstufe ausgeweitet werden soll, wird kritisch diskutiert.

Nach vielen Rückmeldungen zum Antrag, geht es nun in die Mittagspause. Ab 14 Uhr geht es dann weiter mit der Lesung der Anträge.

Diesem Teil der Bundesversammlung könnt ihr auch akustisch folgenden in unserem Audio-Livestream.

 Antrag 7a & b – Delegation des Stimmrechts von Vorständen

Bisher ist es nicht vorgesehen, dass Vorstandsmitglieder (aller Ebenen) ihr Stimmrecht delegieren können. Dies soll durch eine Satzungsänderung ermöglicht werden. Mit Antrag 7a wird vorgeschlagen, dass ein verhindertes Vorstandsmitglied seine oder ihre Stimme selbst an ein Mitglied der DPSG, das in der jeweiligen Untergliederung aktiv ist, delegieren kann. Also würde die Vorstandsmitglieder selbst die Vertretung benennen. Mit Antrag 7b wird vorgeschlagen, dass ein verhindertes Vorstandsmitglied vorschlagen kann, welche Person es vertreten soll. Darüber entscheidet dann die Versammlung, die auch für die Wahl des Vorstandsmitglieds zuständig ist.

Die beiden Anträge werden zeitgleich diskutiert. Zum Antrag 7b wird angemerkt, dass dieser Antrag nicht praktikabel ist. Zu beiden Anträgen wird angemerkt, dass es um ein persönliches Mandat geht, das nicht delegiert werden sollte. Der Antragsteller erklärt noch einmal, dass nur besetzte Ämter auch vertreten werden, können, es gibt also nicht die Möglichkeit in einer Versammlung eine Stimme für ein nicht besetztes Amt wahrzunehmen. Es wird angemerkt, dass eine Stimmdelegation gerade auf Bezirksebene für Stammesvorstände durchaus sinnvoll sein kann, damit die Versammlung beschlussfähig ist und der Stamm vertreten wird, so dass ein stärkeres Engagement möglich ist. Ein weiteres Argument ist, dass die Delegation auch für weniger Kontinuität in den Versammlungen sorgt, dem wird entgegnet, dass Vertrauen in die Vorstände da sein sollte, die die Person, der sie ihre Stimme delegieren entsprechend vorbereiten, so dass sie die Stimme kompetent wahrnehmen können.

Antrag 10a & b – Parität in Bezirksvorständen

In der Satzung ist eine Parität für Vorstände ab der Bezirksebene vorgesehen. Dies soll mit den vorliegenden Anträgen angepasst werden. Mit Antrag 10a wird vorgeschlagen, dass die paritätische Besetzung von Bezirksvorständen nur noch als Soll- und nicht mehr als Mussbestimmung in der Satzung steht. Mit Antrag 10b wird vorgeschlagen, dass die paritätische Besetzung nur in vollbesetzten Vorständen eine Mussregelung ist.

Zum Antrag 10b wird angemerkt, dass sich auch während einer Wahl die Parität verschieben kann und dann unter Umständen ein gewähltes Amt nicht besetzt werden kann. Eine taktische Wahl wäre dann möglich. Angemerkt wird, dass eine Soll-Bestimmung hilfreich wäre und für mehr besetzte Ämter sorgen würde. Menschen, die ein Amt wahrnehmen wollen, könnten dieses dann tun. Die Diskussion greift nun noch einmal die Entscheidungen vergangener Jahre auf, bei der sich die Versammlung immer wieder für die Parität entschieden hat.

14h23m38s - Abstimmung, Versammlung

Das Thema kam aber gerade in den Bezirken immer wieder auf  und wurde eingefordert. Hierzu wird auch angemerkt, dass auch hinterfragt werden sollte, was der Grund dafür ist, dass die Ämter nicht besetzt werden können.

Ein Antrag zur Geschäftsordnung auf sofortigen Abstimmung wurde gestellt, dieser wurde nicht angenommen. Das bedeutet, es wird eine zweite Lesung geben.

 

Antrag 6 – Einführung flexibler Vorstandsgrößen

Der Antrag 6 behandelt: Auf Stammes-, Bezirks- und Diözesanebene soll die Vorstandsgröße von drei bis sechs Mitgliedern flexibel gestaltet werden können. Dabei hätte auf eigenen Versammlungen der gesamte Vorstand Stimmrecht, auf übergeordneten Versammlungen jedoch höchstens drei Stimmen.

Es gibt zunächst viele Rückfragen zum Antrag. Es wird erläutert, dass alles unter drei Personen eine Vakanz ist. Auf vier, fünf oder sechs Personen kann nur erhöht werden, wenn alle drei Ämter (Vorsitzender, Vorsitzende und Kuratin oder Kurat) besetzt sind. Eine weitere Frage ist, warum die Bundesebene ausgenommen ist, die Antwort darauf ist, dass diese Ämter hauptamtlich sind.15h19m48s - Christian Müller, DV Freiburg

Nun werden Einschätzungen zum Antrag gegeben: Hinter dem Vorstand steht, beispielsweise auf Bezirks- und Diözesanebene, auch die Leitung, in der auch die Referentinnen und Referenten Aufgaben übernehmen. Durch mehr Vorstandsämter würde die Kindermitbestimmung auf Stammesebene geschwächt werden. Ein weiteres Gegenargument für eine Erweiterung des Vorstandes ist, dass die Zusammenarbeit in einem größeren Team nicht unbedingt einfacher wird, sondern auch erschwert werden kann.

Es gibt einen Antrag zur Geschäftsordnung auf Vertagung des Antrages, es folgt eine Gegenrede. Der GO-Antrag wird abgelehnt, also wird der Antrag nun weiter beraten.

Es wird nochmal erläutert, dass es tatsächlich flexibel sein soll. Die Entscheidung darüber, aus wie vielen Mitgliedern der Vorstand bestehen soll, liegt bei der Versammlung der entsprechenden Versammlung selbst. Die Satzung soll hier nicht vorschreiben, wie etwas genau laufen soll, sondern so gestaltet sein, dass es flexibel entscheiden werden kann.

Es wird angemerkt, dass es nicht viele Menschen auf ypart gab, die sich für eine Erweiterung des Vorstandes ausgesprochen haben und auch in den Wortmeldungen hier gab es mehr Fragen zur Sinnhaftigkeit und zur Umsetzung, als positiven Zuspruch.

Die Redner/innenliste ist abgearbeitet und der Antrag somit geschlossen. Er wird heute Abend zur zweiten Lesung aufgerufen.

Antrag 9a & b – Stimmrecht für Fachreferentinnen und -referenten

Die Anträge 9a und 9b werden zur zweiten Lesung aufgerufen. Sie befassen sich mit dem Stimmrecht für Fachreferentinnen und Fachreferenten sowie Fachbereichsdelegierte. In der Variante 9a bekämen die Fachreferentinnen und Fachreferenten und die Delegierten volles Stimmrecht auf ihren jeweiligen Versammlung. In der Variante 9b hätten sie in Versammlung und Leitung der jeweiligen Ebene „nur“ beratendes Stimmrecht.

08h29m11s - Facharbeitskreise, LilienpflegeEs gibt einen Änderungsantrag, der beinhaltet, dass die Fachreferentinnen und -referenten nicht nur in den Leitungen der jeweiligen Ebene Stimmrecht haben, sondern auch in den Versammlungen. Die Delegierten der Fachbereichen hätten weiterhin nur beratendes Stimmrecht.

Da der Änderungsantrag gerade nicht angebeamert werden kann, wird die Sitzung bis heute Abend unterbrochen und geht nach den Exkursionen und nach dem Abendessen um 20.30 Uhr weiter – ebenso auch die Berichterstattung :-)

Und weiter geht es mit der Versammlung und dem Antrag zum Stimmrecht für Fachreferentinnen und -referenten. Nun konnte der Änderungsantrag für die gesamte Versammlung richtig dargestellt werden und wurde aufgenommen.

Nun wird noch einmal über den Antrag 9a in der neuen Fassung gesprochen. Es werden noch einmal die Argumente, die dafür oder dagegen sprechen bekräftigt. Dazu gehören unter anderem, dass die Fachbereiche Querschnitthemen sind, auf der anderen Seite, dass Fachbereiche wesentliche Bereiche der DPSG sind und daher auch Stimmrecht haben sollten.

abgelehnt_9aNun wird dank eines Antrags an die Geschäftsordnung auf sofortige Abstimmung über den Antrag abgestimmt. Da es ein Satzungsänderungsantrag ist, braucht der Antrag eine zweidrittel Mehrheit, um angenommen zu werden. Die zweidrittel Mehrheit wurde nicht erreicht, es gab 43 Ja-, 29 Nein-Stimmen und eine Enthaltung. Damit ist der Antrag nicht angenommen.

abgelehnt_9b

Antrag 9b Beratendes Stimmrecht der Fachbereiche in der Leitung

Nun wir über den Antrag 9b abgestimmt. Auch dieser Antrag erreicht die zweidrittel Mehrheit nicht mit

7 Ja-, 66 Nein-Stimmen und einer Enthaltung.

Antrag 7a – Delegation des Stimmrechts von Vorständen

angenommen_7aNun geht es weiter mit dem Antrag 7a, auch hier gibt es einen Änderungsantrag. Der Änderungsantrag würde nur für Stammesvorstände die Delegation ihrer Stimme vorsehen. Dieser Änderungsantrag wird nun in der Versammlung diskutiert. Zum einen wird argumentiert, dass durch diese Änderung allen anderen Ebenen das Vertrauen, dass sie ihre Stimme verantwortungsvoll delegieren, dass dadurch aber auch die Stammesvorstände anders bewertet werden, als Vorstände anderer Ebenen. Ein weiteres Argument ist, dass es vor allem der Bezirksebene helfen würde beschlussfähig zu sein. Der Änderungsantrag wurde abgelehnt.

Nun wird also der Antrag 7a in seiner ursprünglichen Form abgestimmt. Die notwendige 2/3-Mehrheit wurde mit 54 Ja-Stimmen exakt erreicht.

Antrag 10a – Parität als Sollbestimmung in Bezirksvorständen

Und es geht flott voran, denn nun steht der Antrag 10a wieder auf der Tagesordnung. Es werden noch einmal Argumente ausgetauscht. Eine kritische Anmerkung zum Antrag ist, dass sich die DPSG stark für die Geschlechtergerechtigkeit einsetzt und dieser Antrag dem widersprechen würde. Dem entgegen steht, dass mehr Ämter besetzt werden könnten und dass es nichts mit Geschlechtergerechtigkeit zu tun hat, sondern gerade die Bezirksebene arbeitsfähig macht. Ein weiteres Argument ist auch, dass anstatt die Parität zur Sollbestimmung zu machen, können satzungsgemäß auch weitere Referentinnen und Referenten berufen werden.

Der Antrag hat die Mehrheit sehr knapp (mit 56 von 54 benötigten Stimmen) erreicht und wurde damit angenommen.
Der Antrag 10b wurde vom Antragssteller zurückgezogen.

Antrag 6 – Einführung flexibler Vorstandsgrößen:

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Der Antrag 6 wird erneut aufgerufen. (Es geht darum, dass auf Stammes-, Bezirks- und Diözesanebene die Vorstandsgröße von drei bis sechs Mitgliedern flexibel gestaltet werden können soll. Dabei hätte auf eigenen Versammlungen der gesamte Vorstand Stimmrecht, auf übergeordneten Versammlungen jedoch höchstens drei Stimmen.)

Es gibt eine kurze Diskussion und dann den GO-Antrag auf sofortige Abstimmung. Gegen diesen wird nicht gesprochen, somit wird direkt über den vorliegenden Antrag 6 abgestimmt. Er wird mit 67-Nein-Stimmen abgelehnt.

Abschluss des Versammlungstages

Nach intensiven Diskussionen verabschieden wir uns in einen gemütlichen Abend. Morgen früh geht es los mit den Vorstandswahlen – und mit der Berichterstattung weiter :-)

 

 

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One Response

  1. Tom / Roverreferent DV Hildeseheim

    15. Mai 2015: ...danke für diesen live-blog! War super, dass direkt nachlesen zu können!