Anpacken!

Erschienen am 8. Juni 2015 in freiwillig & weltwaerts

Felix Husch

Felix Husch

Felix Husch ist seit Mitte August als Freiwilliger bei den Scouts South Africa im Büro der Provinz Mpumalanga. Er unterstütz die südafrikanischen Pfadfinder bei der Planung von Veranstaltungen, erledigt anfallende Aufgaben und betreut Projekte der Scouts und Nangu Thina.“

 

Meine letzte Zeit war von deutschen Touren geprägt. Im April kamen Pfadfinder aus der Diözese Passau, um ihre Partnergruppe hier in Witbank, Mpumalanga zu besuchen. Christian und ich haben die Gruppe in den Projekten und im Zeltlager begleitet und für ein paar Tage Touristenführer gespielt und ihnen Mpumalanga‘s Highlights gezeigt.

DSC_0167Ich war drei Tage im Projekt in Lillydale, beim Youth in Action Choir. Wir sollten wir das neue Chorgebäude streichen und die Glasscheiben in die Fenster einsetzten. Als wir den ersten Tag da waren, mussten wir feststellen, dass  die Farbe noch nicht geliefert war und die Bauarbeiter auch noch nicht alle Wände verputzt hatten. Also hieß es erstmal, so gut es ging, den Maurern helfen, zu verputzen. Auf die Farbe zu warten war auch gar nicht so schlimm, da wir so die Möglichkeit hatten, ein bisschen kulturellen Austausch zu haben. Es wurde gesungen und getanzt und versucht, es der anderen Seite beizubringen. Dass hat auch mal mehr und mal weniger gut geklappt, zum Beispiel beim Gumboots Dance sind wir mehr oder weniger gescheitert.

Nach dem Mittagessen kam dann auch die Farbe und wir konnten anfangen zu streichen. So haben wir dann die nächsten zwei Tage die meisten Wände im Center gestrichen. Manche mussten wir leider bedingt durch oben genanntes Putz-Problem auslassen. Die Fensterscheiben haben wir dann am letzten Tag auch noch eingesetzt. Das stellte sich aber komplizierter als gedacht dar. Auf der einen Seite waren nicht ganz exakt geschnitten Scheiben auf der anderen Seite fehlte uns einfach das Können. Man musste nämlich mit einer Art Knete die Gläser festkleben und das war eine ganz schöne Fummelei. Zum Glück waren auch professionelle Fensterbauer da, ihnen haben wir dann assistiert und so wurde die Arbeit dann doch noch fertig!

Highlight der Zeit im Projekt war auf jeden Fall die Show des Chores. Die Stimmen hauen einen einfach um und ich hab keine Ahnung, wie ich das genauer beschreiben soll. Das muss man einfach Live erlebt haben.

DSC_0175Nach zwei super Wochen war dann wieder für eine Woche Ruhe und dann kam eine Gruppe Maurerlehrlinge aus Recklinghausen. Die Gruppe war für einen Monat hier, um in Kabokweni an einem Zeltplatz Küche und Storeroom zu bauen und in Phumlani stellten Sie eine Kirche fertig. Es war sehr interessant, wie zwei unterschiedliche Arten des Bauens aufeinander treffen. Die Unterschiede fingen beim Vermessen an und gingen bis zur Art des Mauerns. Am Ende haben wir es aber geschafft, die Küche fertig zu stellen und den Storeroom anzufangen. Leider konnten wir den Zeitplan nicht ganz einhalten, aber wir hatten einfach in der Planung unterschätzt, wie viel Zeit es in Anspruch nimmt, alles von Hand zu machen.

P1020451Ein Bagger schafft in zwei Stunden das, wofür wir mit fünf Leuten einen Tag gebraucht haben. Oder mal eben Beton mischen hieß nicht Mischer anschalten, sondern Wasser, jede Menge Wasser, vom Fluss hoch holen, Sand aus der Grube schaufeln und zum Mischplatz bringen und dann alles mit Schippen von Hand vermischen. Also alles ein etwas größerer Zeitaufwand.

Aber es war auf jeden Fall eine super Erfahrung und es war eine super Zeit.

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