Teamer.in Westernohe

Erschienen am 16. Oktober 2015 in freiwillig & weltwaerts

Stella Kenda

Stella Kenda

Stella Kenda absolviert aktuell ihr Freiwilliges Soziales Jahr im Bundeszentrum Westernohe. Derzeit ist sie als Rover im Stamm Roncalli in Niederkassel tätig.

 

…so lautet die Aufschrift auf den lilafarbenen Tüchern, die die Teamerinnen und Teamer tragen. Doch abgesehen vom direkten Programm, das die jeweiligen Schulklassen buchen, geschieht hinter den Kulissen viel mehr als nur die reine Vorbereitung des Programms vor einer Klassenfahrt. Unter anderem gehört dazu das Teamerseminar, das im Frühjahr und im Herbst jeden Jahres ein Wochenende lang stattfindet. Diesen September war es wieder so weit: vom 25. 27. September 2015 leitete der Bildungsreferent des Bundeszentrums, Tobias, die teilnehmenden Teamerinnen und Teamer durch ein spannendes Wochenende. Unter dem Thema „Bienen in Westernohe“ wurden sich die Bienen näher angeschaut und gemeinsam versucht einen Weg zu finden, diese in die bestehenden Programme einzubauen.

„Die Biene“ oder „Der Bien“?

Diese Frage stellte sich uns als erstes, als Tobi – nach einer unterhaltsamen Vorstellungsrunde – das Programm für die folgenden Tage vorstellte. Nachdem alles Organisatorische geklärt war, bestand die Möglichkeit gemeinsam eine Wanderung über den Altenberg zu unternehmen, um neue Wege für bevorstehende Nachtwanderungen zu erkunden, die auch von einem Großteil der Teamer genutzt wurde.

Am Samstagmorgen ging es dann richtig los. Bereits vor dem Frühstück erhielten wir in der Morgenrunde spielerisch einige Grundinformationen zu den Bienen.
Nach dem Frühstück teilten wir uns in Kleingruppen auf, um zu erledigen, was noch an Aufgaben anstand, um Projektmöglichkeiten zu vervollständigen oder zu verbessern. Als wir auch damit durch waren, ging es endlich an die Bienen. Monat für Monat lernten wir über das Verhalten und den Lebenslauf der Bienen. Auch die Frage, ob „die Biene“ oder „der Bien“ richtig ist, wurde bei dieser aufschlussreichen Präsentation geklärt. „Die Biene“ ist das einzelne Tier – „Der Bien“ ist der Superorganismus, das Volk in dem die Bienen leben.

Bienen in WesternoheUm zu verdeutlichen, was besprochen wurde, gingen wir gemeinsam zu dem Bienenvolk, welches seit dem Frühjahr 2015 vor dem Cafe 511 auf dem Altenberg beheimatet ist. Wir schauten uns den Stock an und nahmen auch einzelne Waben heraus, um zu verstehen, wie die Bienen arbeiten und wo der Honig genau entsteht. Außerdem diente das Anschauen der Bienen dazu, dass wir Teamer ebenfalls in der Lage sind, gemeinsam mit Schulklassen das Volk zu betrachten und die Nachfragen der Kinder beantworten zu können.

Von Wachs und Bienennavigation

Nach dem Mittagessen beschäftigten wir uns damit, wie sich die Bienen in die bestehenden Programme im Kontext der Bildung für nachhaltige Entwicklung einbauen lassen. Aufgeteilt in drei Gruppen begannen die ersten damit, selbst Fackeln zu bauen, bei denen auch das Bienenwachs eingesetzt wurde. Die zweite Gruppe, die sich mit der Herstellung von Lippenbalsam beschäftigte, nutzte ebenfalls das überschüssige Wachs der Westernöher Bienen. Es war interessant zu sehen, wie viel aus dem Wachs gemacht werden kann und besonders spannend, da wir das Wachs, der in Westernohe beherbergten Bienen, nutzten. Die letzte Gruppe bastelte einen „Bienenkompass“, der die Erklärung des Schwänzeltanzes – ein Flugkonzept, mit dem die Bienen sich orientieren können – vereinfacht darstellt.

Nach Beendigung aller Aufgaben stellten wir uns gegenseitig unsere Ergebnisse vor, machten uns Gedanken, inwieweit die Fackeln, das Lippenbalsam und der „Bienenkompass“ in das Programm passen, mit Gruppen durchführbar sind und dachten über Alternativen und neue Ideen nach. Anschließend gab es auch schon Abendessen und der Abend wurde individuell gestaltet. Die einen haben in der Mehrzweckhalle Basketball gespielt, die anderen haben gemütlich zusammen gesessen und den Abend ruhiger ausklingen lassen

Vorsicht – wackelig!

KistenkletternAm Sonntagmorgen, dem letzten Tag des Teamerseminars, begann der Tag mit einem Bewegungsspiel schon sehr sportlich. Gut aufgewärmt machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg in die Mehrzweckhalle, in der eine Kistenkletterstation aufgebaut wurde. Mit dem Ziel, auch das Kistenklettern in den Programmen für Schulklassen anbieten zu können, lernten wir alles vorzubereiten und vor allem richtig zu sichern, damit sich bei dieser wackeligen Angelegenheit niemand verletzt. Jeder der wollte konnte seine Kletterkünste unter Beweis stellen und alle mussten einmal eine Sicherung vornehmen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, dafür verantwortlich zu sein, dass der kletternden Person nichts passiert.

Einen kleinen Vorteil hatten die Pfadfinderinnen und Pfadfinder unter uns, da die notwendigen Knoten zur Sicherung während des Kletterns bereits bekannt waren. Doch auch die Nicht-Pfadfinderinnen und -Pfadfinder verstanden sofort das Prinzip und konnten ohne Probleme die Knoten anwenden.

Nachdem wir mit dem Kistenklettern ein weiteres erlebnispädagogisches Element für unsere Schulklassen erprobt hatten, war es auch schon Zeit für die Reflektion des gesamten Wochenendes. Nacheinander nannten wir die Dinge, die uns super gefallen haben, die man besser hätte machen können, die wir nicht gut fanden, die wir aus dem Wochenende mitnehmen und auch das, was uns zu kurz kam. Diese konstruktive Kritik kann das für die Planung des nächsten Teamerseminars im Frühjahr genutzt werden.

Alles in allem war es für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein spannendes Wochenende, in dem wir viel Spaß und Action hatten und vor allem, in der Optimierung und Ergänzung der Programme für die Klassenfahrten einen Schritt weiter gekommen sind und wir Teamer viel neues dazu gelernt haben.

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