Scoutcamp in Südafrika

Erschienen am 16. März 2016 in Abenteuer Pfadfinden

Marvin Raußen

Marvin Raußen

Marvin Raußen aus Witzenhausen ist 23 Jahre alt und verbringt als Freiwilliger der DPSG ein spannendes Jahr in Südafrika.

 

Ich bin seit fast 5 Monaten in Südafrika und hatte das Glück bisher an mehreren verschiedenen Lagern teilnehmen zu können. Gleich an meinem ersten Tag, startete ich mit dem Summer Camp der Scouts(11-18 Jahre). Inzwischen war ich auch auf dem Rover Summer Camp, den Closing Camps, das sind die letzten Lager im Jahr, und vor kurzem auf den BP Camps, die sind zu ehren von unserem Gründers Baden Powell gewidmet.

Sun and Rise

Jedes Lager hat an sich immer den gleichen Tagesablauf. Es fängt damit an, dass die Teilnehmenden um sechs Uhr früh zum „Sun and Rise“ geweckt werden. Von da an haben sie eine Stunde Zeit sich zu waschen, anzuziehen, ihr Zelt aufzuräumen und sauber zu machen. Anschließend findet das Flagbreak statt. Das ist eine Zeremonie, in der die Flaggen des Landes, der Provinz, der Stufen und alle Flaggen die sonst noch da sind, gehisst werden. Dazu stellen sich alle in einem Quadrat um die Flaggenmasten auf. Der Camp Chief gibt dann die Befehle was gemacht wird. Nach dem alle Stillgestanden haben je nach der Anzahl der Flaggen, so viele Teilnehmende die Ehre die Flaggen zu hissen. Danach wird salutiert und ein Gebet gesprochen. Nach dieser Zeremonie werden Spiele gespielt um mit Bewegung in den Tag zu starten. Die Spiele sind meisten Nachmachspiele. Das heißt, dass einer der Rover in die Mitte geht und etwas vor macht, was alle anderen nachmachen müssen.

Ordnung im Zelt

Nach dem Flagbreak muss jeder Teilnehmende zu seinem Zelt gehen und dort auf die Leiter und den Camp Chief warten, bis die Inspektion der Zelte abgeschlossen ist. Sie achten darauf, dass alle Sachen ordentlich zusammen gepackt sind und dass das Zelt sauber ist. Sobald dies abgeschlossen ist, gibt es für alle Frühstück. Hier haben die Teilnehmenden immer Vorrang gegenüber den Leitenden und den Mitgliedern der Roverstufe. Sie essen erst, wenn alle anderen etwas zu essen bekommen haben.

Bunter Abend am Feuer

Der restliche Tag wird meistens mit Aktionen zu bestimmten Themen gehalten. Dieses Jahr ist unsere Jahresaktion in unserer Province Mpumalanga „Disability is not an ability“. Nach dem Abendessen wird meistens ein Lagerfeuer entzündet, aber nicht immer. Am südafrikanischen Lagerfeuer wird nicht, wie in Deutschland gemeinsam Geschichten erzählt oder gesungen und Gitarre gespielt. Hier werden Spiele gespielt und wie an einem Bunten Abend, Sachen aufgeführt und vorgetragen, dies können Lieder oder auch Gedichte sein. Anschließend werden die Kinder ins Bett geschickt, dies ist meisten zwischen 21:30 und 22 Uhr, weil sie am nächsten Morgen wieder um 6 Uhr aufstehen müssen.

Eindrücke aus Mpumalanga

Marvin hat zusammen mit Mirjam Greiner, die ebenfalls gerade mit der DPSG im Freiwilligendienst in der Provinz Mpumalanga ist, ein Video gedreht. So bekommt ihr noch mehr Eindrücke aus Südafrika.

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