Leben in Fülle – Leben im Wandel

Erschienen am 24. März 2016 in Glaube leben

Leben in Fülle

Leben in Fülle

Menschen aus der DPSG und dem Verband Nahestehende schreiben in diesem Jahr unter dem Motto "Nebeneinander - Miteinander - Füreinander". Nacheinander nehmen wir diese Begriffe in den Blick: Was heißt es, nebeneinander zu leben? Was verbindet uns? Wo leben wir miteinander und was bedeutet es? Und wie können wir auch füreinander leben?

 

„Wir wollen die Zeichen der Zeit erkennen und mit der prophetischen Kraft der Jugend zur Lösung der drängenden Fragen unserer Gegenwart beitragen. Wir wollen gemeinsam mit anderen unsere Vision einer dialogischen und geschwisterlichen Kirche verwirklichen, damit die Kirche wieder wachsen kann und Zukunft hat. Wir wollen uns aber auch anfragen lassen und keine Angst davor haben, uns selber zu verändern, weil wir nur so unserem Auftrag und unseren Prinzipien treubleiben können.“

Da werden die Vorstellungen der Jünger kräftig auf die Probe gestellt. Petrus möchte sich nicht die Füße von Jesus waschen lassen, weil es ein niedriger Sklavendienst ist. Er muss seine Vorstellungen von „seinem“ Messias verwandeln, denn der Messias Jesus ist einer, der dient, nicht herrscht. Oder anders gesagt: Ein Messias, der durch dienen herrscht. Petrus und die anderen Jünger müssen ihre Vorstellungen ändern und sich wandeln lassen zu Menschen, die sich auf Gottes (verrückte) Wege einlassen.

Wenn wir ansatzweise verstehen, was da an jenem ersten Gründonnerstag passiert ist, dann verstehen wir was dialogische und geschwisterliche Kirche heißt: Sich aufeinander einlassen, einander dienen und sich nicht zu schade sein, im Dienst an anderen Menschen.

Das passt zu uns Pfadfinderinnen und Pfadfindern, denn auch uns ist es wichtig, niemanden auszuschließen und sich auf die anderen in der Gemeinschaft einzulassen. Das kann manchmal ganz schön mühsam sein.

Ich muss mich wandeln und verwandeln lassen, vermutlich ein ganzes Leben lang. Vorstellungen, die ich mir von Jesus gemacht hatte, oder von Menschen, werden plötzlich über den Haufen geworfen und es ist gut so. Ich erkenne auf einmal ganz neue Aspekte am anderen Menschen. Das ist aber nur möglich, wenn mein inneres Bild nicht schon total festgefahren ist.

Sich wandeln, sich verändern und sich dabei doch treu bleiben, ist für uns alle eine Herausforderung.


Christian Müller, Diözesankurat Freiburg


Wir finden, es lohnt ein Blick in die Theologie der Verbände. Die dazugehörige Arbeitshilfe findest Du hier.

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