Dürre und Wüste bekämpfen

Erschienen am 17. Juni 2016 in Internationale Gerechtigkeit

Jonas Limbrock

Jonas Limbrock

 

Heute ist der Welttag für die Bekämpfung der Wüstenbildung und der Dürre. Seit 1994 soll am 17. Juni auf die Probleme der zunehmenden Wüstenbildung aufmerksam gemacht werden. Dazu gehören Armut, Hunger und Massenwanderungen. Damals, am 17. Juni 1994 haben 179 Staaten der UN Vollversammlung ein Abkommen gegen die weitere Ausbreitung von Wüsten unterschrieben.

Fruchtbarer Boden geht verloren

Aber was versteht man unter Desertifikation oder Wüstenbildung? Grundsätzlich versteht man unter der Desertifikation die Verödung und das Vertrocknen von Land. Hierdurch können sich Wüsten vergrößern oder aber auch neu entstehen. Man geht davon aus, dass jedes Jahr rund 12 Millionen Hektar fruchtbaren Bodens verloren gehen. Das entspricht einem Drittel der Fläche von Deutschland. Die Faktoren für die Wüstenbildung können in zwei Gruppen unterteilt werden. Einmal gibt es die natürlichen Ursachen, wie das Abtragen von fruchtbarem Boden durch Wind und Wasser (in der Fachsprache Deflation und Denudation) oder die Versalzung. Dann gibt es noch die Faktoren, die menschlichen Ursprungs sind, sogenannte antropogene Ursachen. Typisch hierfür sind zu intensive Landnutzung wie Überweidung, Abholzung und auch falsche Bewässerungsmethoden.

Die Folgen der Wüstenbildung

Das Internationale Heritage Istitut geht davon aus, dass bis zum Jahr 2020 271 Millionen Menschen betroffen sind. Das sind mehr als die dreifache Bevölkerung Deutschlands. So wandern bereits jetzt jährlich über eine halbe Million Menschen, als Folge der Wüstenbildung, aus trockenen Gebieten Mexikos in die USA aus. Aber es kommt nicht nur zu Völkerwanderungen, auch können Konflikte bestehen. Insgesamt sind Teile Nordafrikas, Südafrikas, Zentral- und Südasien, Australien, Teile Nord- und Südamerikas und Südeuropa betroffen. Wüstenbildung ist sowohl Ursache als auch Resultat von Armut. Armut zwingt Menschen, die, um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können, von Land abhängig sind, Land zu Übernutzen, um Nahrung und Energie zu erhalten, wohnen zu können und Geld zu verdienen

Gegenmaßnahmen die getroffen werden

Die Wüstenbildung isteng mit der Landnutzung und dem Klimawandel verknüpft. Daher ist es zum einen Notwendig den Umgang mit der Umwelt vor Ort anzupassen, zum anderen müssen wir aber auch gegen den Klimawandel aktiv werden. Es muss nicht nur die Umwelt vor Ort geschützt werden, auch wir in Deutschland können zur Verlangsamung des Klimawandels beitragen. Das oben erwähnte Abkommen der Vereinten Nationen enthält daher ein Aktionsprogramm zur Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürre. In diesem Sinne – Wasser zählt!

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