World Scout Moot in Island – bist du dabei?

Erschienen am 23. Dezember 2016 in Pfadfinden weltweit

Jan Hendrik Buchmann

Jan Hendrik Buchmann

Jan Hendrik Buchmann war Mitglied im Internationalen Arbeitskreis und ist jetzt im Rover-BAK aktiv. Am Internationalen begeistern ihn die vielfältigen Begegnungen mit verschiedenen Menschen und Kulturen.

 
Was ist das World Scout Moot?
Das World Scout Moot findet alle vier Jahre statt und wird vom Weltverband WOSM veranstaltet und jedes mal von einem anderen Land ausgerichtet. Auf das Moot könnt ihr als Teilnehmende fahren, wenn ihr zum Zeitpunkt des Lagers zwischen 18-25 Jahre alt seid. Wer älter ist kann als IST teilnehmen und in dem Lager helfen.

Egal, ob du bereits mit dem Gedanken spielst dich anzumelden oder du noch gar nichts vom World Scout Moot gehört hast: Ich möchte meine Erfahrungen teilen und versuchen zu vermitteln, was für mich den Charme dieser Veranstaltung ausmacht. Im Sommer 2013 war ich selbst als Teilnehmer in Kanada dabei.

Das Jamboree ist wohl den meisten ein Begriff. Das Moot scheint mir oft deutlich unbekannter zu sein, dabei braucht es sich hinter seinem größeren, kleinen Bruder gar nicht zu verstecken. Dass das Moot von den Teilnehmerzahlen deutlich kleiner als das Jamboree ist (Island rechnet mit 6000 Teilnehmenden), bietet meiner Meinung nach den Vorteil, dass es überschaubarer ist und man sich immer mal wieder über den Weg läuft.

Die ersten „interkulturellen“ Erfahrungen konnten bereits beim gemeinsamen Ringe-Vorbereitungstreffen aller Teilnehmenden gesammelt werden, aber dabei sollte es natürlich nicht bleiben. Bereits vor der Reise nach Kanada wurden wir in internationale Patrols eingeteilt: Ich war mit Leuten aus Argentinien, Brasilien, Dänemark, Großbritannien, Mexiko, Portugal und Tahiti zusammengewürfelt worden.

Nachdem wir die Gelenheit hatten uns schon einmal online etwas kennenzulernen, haben wir uns dann bei der Opening-Ceremony in Ottawa zum ersten mal richtig getroffen. Ab diesem Zeipunkt war diese Patrol also quasi meine Familie für die nächsten zehn Tage.

Und so haben wir einen Großteil der Zeit auf dem Moot zusammen in der Patrol verbracht: Es wurden nebeneinander die Zelte aufgeschlagen, gemeinsam am Programm teilgenommen, zusammen unsere Mahlzeiten gekocht und natürlich auch gefeiert. Außer ein paar sprachlichen Herausforderungen, die es gelegentlich mal gab, hat alles super funktioniert und wir waren ein spitzen Team. Auch die auf Großlagern nicht unüblichen Geduldsproben wie holprig koordiniertes Programm und Lebensmittelknappheit konnten der Stimmung keinen Abbruch tun. Im Gegenteil, es schweißt zusammen, sodass wir heute noch regelmäßig in Kontakt sind.

Dieses Leben in der internationalen Kleingruppe ist es, was mich am Moot so begeistert hat. Nach meiner Erfahrung dauert es auf internationalen Lagern oft etwas, bis man aus seiner eigenen Gruppe herauskommt und man intensiv mit den anderen in Kontakt kommt. Aber hier stand von Anfang an fest: Das ist meine Gruppe für dieses Lager und sie besteht aus acht Personen aus acht Ländern. Geht es noch internationaler?

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Und trotzdem gab es natürlich auch Gelegenheit, die Leute von dem eigenen Kontingent zu treffen oder einfach mal alleine über den Platz zu schlendern und weitere Kontakte zu knüpfen.

Von den internationalen Großlagern an denen ich bisher teilgenommen habe, war das Moot definitiv mein persönliches Highlight. Einfach nochmal Teilnehmer sein und spannende Begegnungen machen.

Und du? Bist du nun in Island dabei? Lass dir diese Gelegenheit nicht entgehen!

Die Anmeldung läuft noch bis zum 29. Dezember 2016. Mehr Infos gibt es auf dpsg.de.

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