Freundschaft braucht keine Worte, sondern nur offene Herzen

Erschienen am 24. März 2017 in Abenteuer Pfadfinden

Christian Schnaubelt

Christian Schnaubelt

Christian Schnaubelts Herz schlägt für die Öffentlichkeitsarbeit. Er ist Mitglied im Medienteam & der mittendrin-Redaktion. Der Journalist engagiert sich zudem in Nahostgruppe & der AG „Friedenslicht aus Betlehem“.

 

Die Äste der Olivenbäume hingen knapp über unseren Köpfen, auf vier improvisierten Feuerstellen standen Pfannen mit Tomaten, Zwiebeln und Peperoni, daneben Fladenbrot und Kannen mit frischem Minztee. Drumherum saßen jordanische Pfadfinderinnen und Pfadfinder, die bei einer Pause gemeinsam mit uns kochten und sangen und uns so arabisches „hiken“ und Pfadfinderleben hautnah vermittelt haben. Dies sind wohl einige der prägendsten Eindrücke von der Jordanienreise im November 2016, von der wir euch in der aktuellen Ausgabe der „mittendrin“ und hier ein paar Eindrücke vermitteln wollen.

Zu Gast bei Freundinnen und Freunden

30 Leiterinnen und Leiter der DPSG und der PSG waren dazu im Herbst letzten Jahres ins Heilige Land gereist, um in Jordanien anderen Pfadfinderinnen und Pfadfindern zu begegnen, sich auszutauschen und neue Freundschaften zu schließen. Dazu gehörten gemeinsames Campen, Spielen, Singen und Tanzen, aber auch das Feiern von Gottesdiensten und die Begegnung in Gastfamilien. Auch wenn die Aussprache des Arabischen manchmal schwerfiel und nicht jeder Tanzschritt gleich klappte, Pfadfinden verbindet, auch ganz ohne Worte. Wir „kashaf“ aus „alemannia“ waren schnell „zu Gast bei Freundinnen und Freunden“ und fühlten uns heimisch. Dazu trug besonders die enorme Gastfreundschaft der jordanischen Gastgeberinnen und -geber bei. Diese Freundschaft und Offenheit haben wir später auch bei den muslimischen Pfadfinderinnen und Pfadfinder in Amman kennenlernen dürfen. Ein tolles Gefühl, auch dort neue Freundinnen und Freunde zu haben.

Neben der Begegnung ging es bei der „Scout Friendship Tour“ auch um die Themen Armut, Flucht und Frieden. Im Norden von Jordanien fand dazu ein Gespräch mit einer Vertreterin der Caritas statt, die von der sozialcaritativen Arbeit in der Region berichteten und auch einen Eindruck von der immensen Betreuungsarbeit für die Geflüchteten vermittelten. Als Nachbarland von Syrien, Irak und Palästina hat Jordanien bislang die meisten Flüchtlinge in der Region aufgenommen.

Land voller Kultur- und Naturerlebnisse

Während der Reise erkundeten wir wandernd und pilgernd das Königreich Jordanien mit seiner jahrtausendalten Geschichte. Neben historischen und kulturellen Stätten, allen voran der beeindruckenden Felsenstadt Petra (UNESCO-Weltkulturerbe), sind uns auch besonders die Wanderungen in der Wüste in Erinnerung geblieben. Einige sind dabei im Wadi Rum auf Kamelen geritten, andere haben moderne Fortbewegungsmittel benutzt und wieder andere haben ganz zu Fuß die Wüste durchquert.

Hier findet ihr ein paar Fotoeindrücke von #jor16. Zu Pfingsten 2017 wird es dann auch Video zu sehen geben, in Westernohe und im Web. Also schaut doch bei #piw17 im Internationalen Dorf oder später hier auf der Seite vorbei…

Christian Schnaubelt/ Sabine Winkler (SG Nahost)

Fotos: Christian Schnaubelt

 

Infos:

Ausrichter der Reise war die Satellitengruppe Nahost des Internationalen Arbeitskreises, welche Kontakt zu den Pfadfinderverbänden in Israel, Palästina und Jordanien hält. Die DPSG ist seit mehreren Jahrzehnten mit den katholischen Pfadfindern in Jordanien befreundet. Am Rande der Jordanienreise 2016 fand daher auch ein Treffen mit der Nationalleitung der kath. Pfadfinder in Amman statt, bei dem Kooperationsprojekte für die Zukunft (z.B. Pfingsten in Westernohe 2018) angedacht wurden.

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