Exkurs: Appelle und andere pfadfinderische Aktivitäten

Erschienen am 21. April 2017 in Abenteuer Pfadfinden

Blog-Team

Blog-Team

Das Blog-Team kümmert sich administrativ um den Blog und ist werktags von 9 bis 16 Uhr für euch da. In dieser Zeit werden Kommentare freigeschaltet und moderiert.

 

Etwas Struktur schadet nicht…

Wie bereits beschrieben, beginnt der Tag mit dem Pfiffmuster Tit, Taat, Tit. Heißt kurz und knapp, man möge sich jetzt aus den Federn respektive Isomatten erheben. Dann folgt ein langer Pfiff, der Aufmerksamkeit erbittet. Der Chef du Camp (CC) bzw. du jour pfeift dann in kurzen regelmäßigen Abständen, was zur Folge hat, dass sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer so verstecken, dass der CC sie nicht sehen kann. Irgendwann wird der CC mit den Händen eine Geste bilden und so anzeigen, wie sich die Gruppe um ihn zu formieren hat.

Senkrechte rechtwinklig angewinkelte Arme vor dem Oberkörper bedeuten, dass ein Rechteck zu entstehen hat. Eine kreisende Bewegung über dem Kopf zeigt an, dass man sich in einem Kreis aufstellen möge. Ein mit den Händen vor dem Oberkörper gebildeter Korb oder Kreis hat einen Halbkreis zur Folge. Der CC bildet ein T mit seinem Körper? Man möge links und rechts von ihm Haltung annehmen: Arme vor sich ausgestreckt, möge man sich in Zweierreihen vor dem Chef aufstellen. Das sind die gängigsten Arten der Aufstellungen.

Gekreuzte Hände auf Hüfthöhe zeigen an, dass wir die Schreie der Kleingruppen hören lassen sollen, der Reihe nach. Dabei stimmt jeweils der Chef der Kleingruppe den Schrei an, der vom Rest dann vervollständigt wird.

Nach den Schreien der Kleingruppen bewegt der CC seine geöffnete Hand von der linken Schulter ausgestreckt über den Kopf, wo er sie schließt. Synchron klatschen 50 Hände ausgestreckt an die Seiten der Beine, es wird Haltung angenommen. Die Geste umgekehrt bedeutet Entspannung, entspanntes Stehen. Einmal folgt die Geste ohne Worte, es wird still Haltung angenommen. Dann folgt „Scout toujours!“ mit der Antwort der Gruppe „Prête!“ und daraufhin „Scout et Guide toujours!“ mit derselben Antwort. Der CC bedeutet uns entspanntes Stehen.

Grundsätzlich gilt für Aktionen während des Appells, dass nicht geschritten, sondern gejoggt wird. Dann kommen wie bei uns die Ansagen, wie es weiter geht. Zum Schluss dann ein weiteres Mal Haltung annehmen und entspannen, dreimalige Wiederholung. Dann zeigt der CC eine Bewegung vor seinem Oberkörper, beide Fäuste entfernen sich voneinander, gefolgt vom Pfadfindergruß. Damit ist die Runde aufgelöst, ungeordneter Abgang. Dies erfolgt morgens, mittags und abends. Vor dem Essen wird noch ein Gebet gesprochen oder gesungen. Der Vortragende begrüßt den CC mit Pfadfindergruß, beide verbeugen sich, es wird sich bekreuzigt und erst dann folgt das Gebet. Danach läuft es andersrum wieder zurück.

Beim Fahnenappell wird die Nationalhymne gesungen, während die Fahne unter regelmäßigen Pfiffen hochgezogen wird.

Um das „Feu du Camp“ anzuzünden, werden zwei Leute ausgewählt, die das Feuer entzünden. Danach wirft jede Kleingruppe je ein Stöckchen pro Person ins Feuer und zwei oder drei Lieder werden gesungen.

Insgesamt lässt sich sagen, dass es sehr strukturiert und geordnet in einem senegalesischen Lager zugeht, gleichzeitig aber auch der Spaß im Vordergrund steht, was dem Ganzen den ernsten Charakter der Grün- und Graukluften nimmt. Auch als DPSGlerin und DPSGler fühlen wir uns wohl und finden, ein bisschen mehr Struktur schadet nicht.

 

Lukas Holzwarth

für das Senegal-Team

 

Weitere Beiträge und Bilder aus dem Workcamp Senegal findet ihr hier:

Kommentar hinterlassen:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

3 Responses

  1. Tag 4: Tabu oder Fahne weeeht, grün und gelb « blog.dpsg.de

    21. April 2017: […] Haltung annehmen und den Tag gemeinsam begrüßen sowie die Fahne mit klaren Pfiffen zu hissen. (Wie genau die Appelle ablaufen, ist hier genauer beschrieben.) Es folgt…. Der Frühsport. Einmal Joggen durch das Dorf, verschiedene Dehnübungen, verschiedene […]

     
  2. Tag 12: Nashorn voraus! Achtung Welle! Das Grab der Geschichtenerzähler: Poponguine « blog.dpsg.de

    17. Mai 2017: […] Was zuvor geschah: Tag 1, 2, 3, 4,  5/6, 7/8/9, 10 , 11 Exkurs […]

     
  3. Reise von Frankfurt nach Dakar (Senegal) oder Tücken des Flugreisens – Teil 2784 (gefühlt) « blog.dpsg.de

    17. Mai 2017: […] Tag 1, 2, 3, 4,  5/6, 7/8/9, 10 , 11, 12 Exkurs […]