Reise von Frankfurt nach Dakar (Senegal) oder Tücken des Flugreisens – Teil 2784 (gefühlt)

Erschienen am 11. April 2017 in Abenteuer Pfadfinden

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Sonntagmorgen, 06:00 Uhr früh, Flughafen Frankfurt. 16 Teilnehmende treffen sich, um im Rahmen der Jahresaktion H2O16 nach Senegal zu fliegen. Dass es nicht mehr 2016 ist – geschenkt. Mit unterschiedlich wachen Gesichtern macht man sich ans Koffer einchecken, durchzählen, alle da. Sicherheitskontrolle: ich stehe mit Kluft und Halstuch vor dem Sicherheitsbeamten, „Sind Sie Pfadfinder? Ihr Hemd schaut so aus, wie wenn da was draufgenäht wär.“ Morgendliche gute Laune antwortet: „Woran haben Sie das erkannt??“ Möglicherweise der Grund, warum mein Handgepäck extra lang gecheckt wird und man versucht, vom Laptop die Tasten abzubauen. Geschafft. Durchzählen, alle da.

Am Gate lernen wir den Gründer des ShiftPhones, Carsten Waldeck, kennen, der eine Alternative zum Fairphone produziert und nebenbei laut eigener Aussage der einzige deutsche Smartphonehersteller ist. Der Flug nach Brüssel dauert dann nur eine gute Stunde. Die geraunte Bemerkung bei einer besonders steilen Kurve zu meinem Sitznachbarn, die Pilotin sei früher Kunstfliegerin gewesen, die auch eigentlich nur für ihn bestimmt war, löst bei fünf Erstfliegern tellergroße Augen aus, war wohl doch zu laut geraunt. Die Ausweiskontrolle in Brüssel mit vier Schaltern für geschätzt 1000 Leute entwickelt sich zur Geduldsprobe und da nicht nur wir festhängen, löst sich das Flugzeug erst eine Stunde später von europäischem Boden.

Sechs Stunden Flug folgen ohne große Ereignisse. Landung in Dakar, Ausweiskontrolle, durchzählen, alle da. Nein, doch nicht, sieben Koffer fehlen. Kann ja mal passieren. Sie sind wohl in Frankfurt geblieben. Nach der eher komplizierten Klärung des Sachverhalts dann Abfahrt nach Thiés, wo wir auch wohlbehalten ankommen. Ein erster Blick aus den Busfenstern zeigt uns Sand, noch mehr Sand und die ersten Affenbrotbäume, hier und da eine Akazie, viele fußballspielende Kinder und ein buntes Dorfleben. Nach der Einrichtung und Begrüßung geht es dann auch schon nach senegalesischem Burger ins Bett, um gut geschützt unter einem Mückennetz in wohlige Träume zu gleiten – oder aber dem unermüdlichsten Hahn, den ich bisher kennen gelernt habe, bei seinem Duett mit den alles durchdringenden Lastwagenhupen zu lauschen. Zwischendurch meldet sich noch der Muezzin zu Wort, hach, Senegal ist schön, aber laut.

 

Lukas Holzwarth

für das Senegal-Team

 

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