Warum stellen wir einen jugendpolitischen Antrag?

Erschienen am 22. Mai 2017 in Allgemeines

Volker Lindhauer

Volker Lindhauer

Volker Lindhauer ist Referent für Verbandsentwicklung und Jugendpolitik beim DPSG Bundesverband. Ehrenamtlich engagiert er sich in seinem Heimatstamm in Münster.

 

Pfadfinden ist politisch. Mit dieser Feststellung wird die 83. Bundesversammlung 2017 sich unter anderem zwischen dem 24. und 28. Mai intensiv auseinander setzen. Dass Pfadfinden politisch ist, daran besteht kein Zweifel: Wenn wir zum Beispiel Kinder und Jugendliche mitbestimmen lassen oder wenn wir uns öffentlich für Geflüchtete einsetzen, dann leben wir „politisches Handeln“.

Warum stellen wir einen jugendpolitischen Antrag?

2017 ist Wahljahr: Im September haben alle wahlberechtigten Mitglieder der DPSG die Möglichkeit, Einfluss auf die Themen und Entscheidungen der Bundespolitik in den nächsten vier Jahren zu nehmen. Der Wahlkampf dafür ist bereits angelaufen. Politikerinnen und Politiker touren durch die Republik und machen Werbung für ihre Positionen, hören aber auch Wählerinnen und Wählern zu und setzen sich mit ihnen auseinander. Das ist eine hervorragende Möglichkeit, der Stimme der DPSG, ihrer Mitglieder und unseren pfadfinderischen Werten Gehör zu verschaffen.

Der Antrag richtet sich deshalb an die Leiterinnen und Leiter der DPSG: Sie sollen befähigt werden, ihre eigenen Forderungen im Wahlkampf zu formulieren. Der Antrag sammelt dazu verschiedene Positionen aus der Ordnung der DPSG. Dabei geht es um:

  • mehr Mitbestimmungsrechte für Kinder und Jugendliche,
  • gleiche Chancen für alle jungen Menschen in Deutschland,
  • eine fremdenfreundliche deutsche Gesellschaft,
  • ein offenes, solidarisches und demokratisches Europa,
  • Nachhaltigkeit im politischen Handeln und
  • Gute Rahmenbedingungen für unsere Arbeit in der DPSG.

Da man Politikerinnen und Politiker besser mit konkreten Forderungen und Fragen ansprechen kann als mit grundlegenden Positionen, hat die Bundesleitung jeweils eine Reihe von Forderungen dazu gesammelt. Der Antrag ist damit schon ziemlich umfangreich. Damit er nicht noch länger wird, gibt es zu jeder Position einen Block mit Erläuterungen der politischen Probleme und der DPSG-Perspektive darauf in der Begründung. Die Erläuterungen darin sind ein guter Ausgangspunkt um sich näher mit den Hintergründen der Positionen und Forderungen zu beschäftigen.

Was soll der Antrag bewirken?

Der Antrag richtet sich in den Verband: Damit die pfadfinderischen Werte, Positionen und Forderungen außerhalb der DPSG gehört werden braucht es engagierte Mitglieder, die diese nach außen tragen. Der Antrag soll Leiterinnen und Leiter ermutigen, sich einzumischen und ihnen mehr Handlungssicherheit geben, diese Aufgabe wahrzunehmen.

Jedes Mitglied unseres Verbands kann selbstverständlich seine eigenen politischen Wünsche und Forderungen aus unseren gemeinsamen pfadfinderischen Werten ableiten. Die Bundesversammlung kann dabei mit einem Beschluss Handlungssicherheit und Unterstützung geben. Sie entscheidet regelmäßig, mit welchen Themen der Verband sich auseinandersetzt: Welche Werte und Inhalte in unsere Ordnung aufgenommen werden, zu welchem Thema die Jahresaktion stattfindet und auch, für welche Themen und Einstellungen der Bundesvorstand – aber auch andere Verbandsmitglieder – sich in ihrer politischen Vertretungsarbeit besonders einsetzen sollen.

Der Antrag soll Leiterinnen und Leiter unterstützen, sich vor Ort für ihre pfadfinderischen Werte und Ziele auch politisch einzubringen. Ergänzend zum Antrag will die Bundesleitung bestehende Möglichkeiten aufzeigen, mit denen die DPSG-Mitglieder politisch aktiv werden können: Mit Methoden wie der U18-Wahl können sich auch Kinder und Jugendliche mit politischen Themen auseinandersetzen und zugleich mit ihrer Stimme ein Zeichen setzen. Mit Methoden wie der Aktion “wahlversprechen” des Deutschen Bundesjugendrings können Politikerinnen und Politiker ganz persönlich angesprochen werden.

Den gesamten Jugendpolitischen Antrag findet ihr auf dpsg.de/bv83.

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