Biber? Tapire? Freiwillige Vorgruppe vor der Wölflingsstufe

Erschienen am 17. Mai 2017 in Allgemeines

Vera Sadowski

Vera Sadowski

Vera Sadowski ist hauptberufliche Referentin der Bundesleitung. Sie ist Ansprechperson für die Kinderstufen sowie für die Themen Prävention und Ausbildung.

 

Bereits im letzten Jahr hat die Bundesversammlung beschlossen, dass es zukünftig in der DPSGDeutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg die Möglichkeit geben soll, auf Stammesebene eine freiwillige Vorgruppe vor der Wölflingsstufe für Kinder ab vier Jahren bis zum Einstieg in die Wölflingsstufe einzurichten.

Im vergangenen Jahr hat die Bundesleitung ein Konzept entwickelt, das sowohl Inhalte als auch strukturelle Rahmenbedingungen der Vorgruppe definiert. Dieses Konzept wird in diesem Jahr auf der Bundesversammlung beraten. Die wichtigsten Inhalte des Konzepts in Kurzfassung haben wir hier für euch zusammengefasst.

Zunächst vorneweg: die Gruppe ist keine weitere Altersstufe, ohne die ein Stamm nicht „vollständig“ ist. Vielmehr ist sie eine freiwillige Möglichkeit für Stämme, Kindern bereits vor der Wölflingsstufe zu ermöglichen, Pfadfinden kennenzulernen. Kinder, die Mitglieder einer solchen Gruppe sind, können in NaMi ganz normal als Mitglieder eingetragen werden und sind dann über die Ecclesia versichert.

Da „freiwillige Vorgruppe vor der Wölflingsstufe“ ziemlich sperrig klingt, gibt es einen Namensvorschlag für die Gruppe und die Kinder der Gruppe: laut Konzept sind die Kinder Mitglieder der Bibergruppe und heißen damit Biber.

Und wie jedes Mitglied der DPSGDeutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg soll man auch die Biber bereits an ihrer Halstuchfarbe erkennen können. Hier gibt es zwei Farbvorschläge: gelb und türkis.

Leiterinnen und Leiter der Gruppe sollen genauso Teil der Leiterrunde und der Stammesversammlung wie die Leiterinnen und Leiter der „normalen“ Altersstufen sein. Die Kinder haben selber zwar kein Stimmrecht auf der Stammesversammlung, in den Stammesalltag (Teilnahme an Stammesversammlung, Gottesdiensten, etc.) sind sie aber genauso eingebunden wie die Kinder und Jugendlichen der Altersstufen.

Die Bibergruppe soll den Kindern vor allem die Möglichkeit geben, typische Pfadfinderdinge auszuprobieren. Hier bekommen sie die Möglichkeit, auf spielerische Weise ihre Umwelt und die Natur zu erforschen und neue Freundinnen und Freunde zu finden.

Da mit dem vorgelegten Konzept sicher nicht alle Fragen beantwortet sind, wird – sollte die Bundesversammlung einen Beschluss fassen – im Nachgang eine Arbeitshilfe für Leiterinnen und Leiter erarbeitet mit konkreten Hilfestellungen und Methoden.

Ob nun die Kinder am Ende Biber oder Tapire heißen und ob ihre Halstuchfarbe gelb, türkis oder vielleicht sogar regenbogenfarben sein wird – all diese Dinge werden die Mitglieder der 83. Bundesversammlung intensiv beraten und schlussendlich entscheiden.

 

Den gesamten Antrag zur freiwilligen Vorgruppe vor der Wölflingsstufe findet ihr auf dpsg.de/bv83.

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3 Responses

  1. Dieter Spliethoff

    17. Mai 2017: Die Pamper-Scots waren schon in den 80-er Jahren Thema, und als damals Mitverantwortlicher habe ich dem nichts abgewinnen können. Der Focus lag und liegt wohl immer zu sehr auf den sogenannten "Kinderstufen", Pfadfinder-und Roverstufe haben und hatten es nicht leicht. Mich interessiert, was sich so verändert hat, dass nun die ohnehin knappe Ressource "LeiterInnen" für Vorschulkinder gebraucht wird?

     
  2. Kristian Kramer

    27. Mai 2017: @Dieter Das die Leiter ein sehr knappes gut sind wissen wir alle. Allerdings denke ich, dass dies auch eine sehr gute Chance ist Gruppenleiter die wegen einer Elternzeit ausgestiegen sind frühzeitig Zurück zu holen und sie so wider für die Gruppenarbeit zu gewinnen.

     
  3. Andreas "Lego" Pudig

    14. Juni 2017: Je früher wir die Kinder und Eltern von der Idee der Pfadfinder begeistern können desto besser. Ich halte die Idee für gut und sehe auch Möglichkeiten neue Leiter aus dieser Altersgruppe der Eltern zu gewinnen. Ich wüsste aber auch gern welche Theoretiker auf die Idee mit den weißen Halstüchern gekommen sind? Wieder mal ein Entscheidung von Oben ohne die Basis zu berücksichtigen.