Meine typische Woche als Bundesvorsitzender

Erschienen am 1. Dezember 2017 in Allgemeines

Wahlausschuss

Der Wahlausschuss suchte für die Bundesversammlung 2017 Kandidatinnen für das Amt der Bundesvorsitzende. Für den Blog hat er die Kandidatin interviewt.

 

Der Wahlausschuss hat unseren Bundesvorsitzenden Dominik Naab gebeten, euch zu schildern, wie für ihn eine typische Woche aussieht!

Meine typische Woche als Bundesvorsitzender

Typisch Bundesvorsitzender! Das ist ja wieder typisch, sagen wir gerne, wenn sich jemand gemäß eines bestimmten Typs verhält. Der Typ Bundesvorsitzender ist viel unterwegs und erlebt viele abwechslungsreiche Tage. Kurzum: es gibt keine typische Woche. Ich möchte beschreiben in welchen (Spannungs-)Feldern und Aufgaben sich der Typ Bundesvorsitzender bewegt.

In unserem wunderbaren und großartigen Verband unterwegs sein

Das bedeutet an einem Wochenende von Freitagabend bis Sonntagmittag mit der Bundesleitung im Bundeszentrum Westernohe zu tagen. Oder das bedeutet am Freitagnachmittag in den Zug zu steigen, um die Diözesanversammlung Fulda im schönen Röderhaid bei Fulda zu besuchen. Dort berichte ich von den Themen des Bundesverbandes, die ich den Mitgliedern gerne näher bringen möchte, berate die Versammlung und bin am Abend bei einem kühlen Getränk im Austausch. Da kann ich viele Ideen und Rückmeldungen mitnehmen, die für meine Aufgabe hilfreich sind. Am Samstagmittag steige ich dann wieder in den Zug und fahre nach Haltern am See zur Diözesanversammlung Münster. Dort geschieht dasselbe wie in Fulda und doch ist es ganz anders.“Same same ­– but different!“ Unser Verband ist ganz schön bunt und vielfältig. Das ist ein großer Schatz!

Für den Verband unterwegs sein

Die DPSG ist Teil großer Netzwerke: sei es dem Ring deutscher Pfadfinderverbände, dem Deutschen Bundesjugendring oder dem Weltverband WOSM. Das bedeutet an Sitzungen und Veranstaltungen teilzunehmen und die DPSG mitsamt unseren Vorstellungen und Werten in Diskussionen einzubringen. Wir gestalten Gesellschaft, Kirche und Politik. Das ist nicht immer einfach, brachte mich aber an so tolle Orte wie Berlin, Baku, Paris oder Immenhausen. In den letzten vier Jahren durfte ich für den RdP im Vorstand des Deutschen Bundesjungendringes mitwirken und jugendpolitisch aktiv sein. Das bedeutet dann auch mal um 4:00 Uhr morgens aufzustehen, um mit dem ersten Zug nach Berlin zu fahren um dann abends um 23 Uhr wieder daheim zu sein. Oder es führt dazu, dass ich die schlechte Netzabdeckung zwischen Berlin-Düsseldorf-Frankfurt verfluche und mich zigfach in Telefonkonferenzen erneut einwählen muss.

Arbeitsgeber sein

Der Bundesverband ist ein kleines mittelständisches Unternehmen. Wir beschäftigen ca. 50 Personen in der Bundestelle in Holzheim und dem Bundeszentrum Westernohe. Hinzu kommt noch das Rüsthaus, eine eigenständige GmbH & Co KG. All diese Menschen unterstützen die inhaltliche Arbeit und Ziele des Verbandes und sorgen dafür, dass ein Engagement in der DPSG gut funktioniert. Das ist ein wahres Pfund. Personalführung ist zeitintensiv und erfordert viel Kommunikation. Auch bieten sich immer wieder Zielkonflikte in der Rolle als Arbeitgeber und den Interessen Ehrenamtlicher und Angestellter. Konkret bedeutet das, dass ich in der Regel von Dienstag bis Mittwoch/Donnerstag im Bundesamt in Holzheim bin, wenn nicht das „für den Verband unterwegs sein“ für Termine an anderen Orten sorgt. In Holzheim führe ich dann viele Absprachen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Diese drei Felder auszuüben, bedeutet den Verband zu leiten und die eigenen inhaltlichen Ziele und Haltungen mit einzubringen und gemeinsam mit vielen Menschen DPSG zu gestalten. Das mache ich als Mensch und Pfadfinder und dazu gehört natürlich auch ein Leben neben den verbandlichen Aufgaben. Das vierte (Spannungs-)Feld ist das Privatleben.

Privatleben

Auch das soll es geben, sagte man mir. Die Grenzen zwischen Privatmensch und Bundesvorstandsamt verschwimmen. Viele Freundschaften aus der Zeit ohne Bundesvorstandsamt bestehen natürlich weiterhin. Die Natur eines Jugendverbandes verlangt vermeintlich, dass nie Feierabend ist. Es gibt immer etwas zu erledigen. Irgendjemand ist immer wach und hat ein Anliegen. Hinzu kommt, dass ich heutzutage jederzeit über diverse Kanäle erreichbar bin. Ich musste lernen, mich abzugrenzen und das ach so smarte Phone auch mal lautlos in der Ecke liegen zu lassen. Das geht. Konkret bedeutet das: Am Sonntagnachmittag beginnt mein Wochenende und der Montag ist frei.

Es gibt keine typische Woche als Bundesvorsitzender. Typisch ist: es wird mir nie langweilig; ich erleben immer wieder aufs Neue spannende Herausforderungen und Abenteuer; mein Leben wird durch interessante Begegnungen bereichert; ich schließe neue Freundschaften – weltweit; ich fahre viel Zug; ich lerne viele Orte in Deutschland und auf dem Globus kennen.

Das alles muss niemand von Beginn an können oder genauso machen, wie ich das mache. Ich durfte das lernen und wurde dabei von vielen tollen Menschen begleitet, kritisiert und gestärkt.

Kurzum: Bundesvorsitzender ist typisch pfadfinden!

Nachfolger für Dominik gesucht!

Du kennst jemanden, der gerne dazulernt, vieles ausprobiert und für den Verband brennt? Du möchtest dich selbst als Person weiterentwickeln und für DEINEN Verband einsetzen? Dann melde dich mit deinem Vorschlag für Kandidaten auf das Amt des Bundesvorsitzenden unter wahlausschuss@dpsg.de!
Hier geht’s zur Stellenausschreibung des Bundesvorsitzenden.

 

Bundeskurat oder Bundeskuratin gesucht!

Im Video erklärt euch Dominik, warum wir einen Bundeskuraten oder eine Bundeskuratin brauchen.
Hier gehts zur Stellenausschreibung des Bundeskuraten / der Bundeskuratin.

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