Kandidat für das Amt des Bundesvorsitzenden – Joschka Hench

Erschienen am 3. März 2018 in Am Lagerfeuer mit...

Joschka Hench

Joschka Hench

Joschka Hench kandidiert auf der 84. BV in Halle (Saale) für das Amt des Bundesvorsitzenden in der DPSG.

 

Der Wahlausschuss hat ihn für euch interviewt.
Ihr seid herzliche eingeladen, unter dem Beitrag eigene Fragen zu stellen.

1. Wer bist du und für welches Amt kandidierst du?
Mein Name ist Joschka Hench, ich bin 32 Jahre alt, verheiratet und komme aus dem schönen Aschaffenburg. Ich kandidiere für das Amt des Bundesvorsitzenden.

2. Wie ist dein beruflicher Werdegang?
Von 2006 bis 2008 habe ich erfolgreich die Ausbildung zum Konditor durchlaufen. Angeregt durch die Pfadfinderei machte ich bis 2013 meinen Magister für Pädagogik bei Verhaltensstörungen, mit dem Schwerpunkt im Bereich der Erlebenspädagogik. Anschließend absolvierte ich einige Praktika als Konditor in verschiedenen Betrieben und schloss 2014/15 die beiden Meisterkurse im Konditoren- und Bäckerhandwerk ab. Von 2015 bis Anfang diesen Jahres war ich in der Geschäftsführung unserer Familienbäckerei tätig.

3. Was hast du in der DPSG bisher gemacht? Wenn du keine DPSG-Vorerfahrung hast, gibt es einen anderen (Jugend)Verband, in dem du Erfahrungen sammeln konntest?
Bis sich meine Jupfigruppe auflöste war ich im Stamm Ascapha. Als Pfadi wechselte ich in den Stamm Johannisburg in Aschaffenburg – den Stamm, in dem schon mein Großvater aktiver Pfadfinder war. Von 2001 bis 2014 war ich dort als Leiter vor allem in der Pfadi- und Roverstufe aktiv. Zwischen 2003 und 2009 war ich für zwei Amtszeiten StaVo. 2007 gründete ich den Schulungs-AK im Bezirk Untermain und war nach meinem ALT Teil des ersten Vorstände-WBK-Teams in Bayern. Zwischen 2012 und 2015 war ich dann Diözesanvorsitzender in Würzburg und bin jetzt seit Anfang 2016 im Internationalen Arbeitskreis auf Bundesebene. Daneben war ich vier Jahre im SJR Aschaffenburg als Vorstand und bin aktuell im Diözesanrat in Würzburg tätig.

4. Welche Erfahrung in deinen bisherigen Ämtern bzw. Aufgaben hat dich besonders auf ein mögliches Vorstandsamt vorbereitet?
Ziemlich viele. Vor allem die Erfahrungen rund um das Gestalten von Entscheidungsprozessen – sei es bei der Lagerplatzsuche als StaVo oder später als ich in der Bäckerei Entscheidungen über Investitionen oder Personal zu treffen hatte. Weitere wichtige Erfahrungen konnte ich im Bereich des Krisen- und Konfliktmanagements sammeln, etwa bei interkulturellen Konflikten während meiner SJR-Zeit oder im Kontext der schwierigen Fälle in denen ich als Diözesanvorsitzender mit Ausschlussverfahren konfrontiert wurde. Auch als Projektleiter war ich als verantwortlicher Leiter bei Auslandsfahrten mit meinen Gruppen oder als Lagerleitung des Diözesanlagers Funkenflug 2014 gefordert. Wichtig war mir dabei auch immer über meinen eigenen Tellerrand zu schauen. Neben vielen Eindrücken aus anderen DPSG-Stämmen haben mir auch die internationalen Begegnungen und die Eindrücke vom Meißner-Lager 2013 gezeigt, wie vielfältig Pfadfinderkultur sein kann.

5. Warum möchtest du DPSG-Bundesvorstand werden?
Dieser Verband hat schon früh in mir die Lust geweckt Verantwortung zu übernehmen, Dinge mitzugestalten und an meinen Erfahrungen zu wachsen. Die Möglichkeit, meine Leidenschaft zum Beruf zu machen, möchte ich nutzen und den Verband gemeinsam mit all seinen ehrenamtlichen und hauptberuflichen Pfadfindern voranbringen.

6. Was sagen Menschen, die dich gut kennen, zu der Frage warum du für dieses Amt geeignet bist?
Von mir wird oft gesagt, dass ich auf der einen Seite ein Visionär und Querdenker bin, der zielorientiert und strategisch seine Verantwortungsbereiche weiterentwickelt. Auf der anderen Seite habe ich mir wohl mein Gespür für die Menschen, insbesondere für die Bedürfnisse und Herausforderungen im Gruppenalltag unseres Verbandes bewahrt. Pfadfinderinnen und Pfadfinder mit den unterschiedlichsten Traditionen und Kulturen fühlen sich von mir ernst genommen und respektiert, denn ich habe die Vielfalt der Pfadfinderei erleben können. Wenn ich selbst gestalte und unterwegs bin, dann ist immer ein Schwarzzelt dabei und es wird auf Feuer gekocht.

7. Welche drei Themen muss die DPSG deiner Meinung nach unbedingt angehen?
1. Die begonnenen Prozesse zur Stärkung der Pfadfinderarbeit vor Ort sollten fortgeführt werden. Aus den angestoßenen Veränderungen sollte eine gelebte Verbandskultur entstehen, damit in den Stämmen und Gruppen die Pfadfinderidee möglichst gut mit Leben und Inhalt gefüllt werden kann. Denn eine lebendige Pfadfinderarbeit vor Ort ist die notwendige Zukunftsgrundlage der DPSG.
2. Nach außen gilt es in der Gesellschaft, ein klares Profil der Pfadfinderei zu zeigen. Je greifbarer es für Leiterinnen und Leiter, Eltern und vor allem für die Kinder und Jugendlichen ist, was Pfadfinden bedeutet und wodurch sich unsere Jugendarbeit auszeichnet, desto besser ist unsere Ausgangslage unter all den anderen Angeboten.
3. Sollten irgendwann Mittel von Politik oder Kirche gekürzt werden, ist es besser vorbereitet zu sein. Der Verband sollte daher eine Strategie entwickeln, wie neue Ressourcen erschlossen werden können. Auch die bestehenden Ressourcen sollten weiterhin nachhaltig im Sinne des Verbandes genutzt werden können. Ein Ansatzpunkt sehe ich darin, die Art und Weise der Einbindung der Ehemaligen zu überdenken und eine einheitlichere, attraktive Perspektive für die Zeit nach dem aktiven Verbandsleben zu entwickeln.

8. Was möchtest du am Ende einer Amtszeit (= 3 Jahre) konkret erreicht haben – im Großen wie im Kleinen?
Durch unser gemeinsam gelebtes Wertesystem, transparente Kommunikation und Präsenz haben wir in der DPSG eine hohe Pfadfinder- und Verbandsidentifikation auf allen Ebenen. Unser Verband wird von der Öffentlichkeit daher als einzigartiger Entwicklungsort für Kinder und Jugendliche wahrgenommen. Die AG Ausbildung ist auf Bundesebene gut aufgestellt und wirkt inspirierend. Gemeinsam mit den Freunden und Förderern ist die DPSG einen Schritt weiter auf dem Weg zu einer Struktur für das Leben nach einer aktiven Verbandsarbeit gegangen. Das Bundesamt unterstützt die Ehrenamtlichen im Verband sowohl effektiv und kompetent, als auch bereichernd und ist für unsere hauptberuflichen Mitarbeiter ein attraktiver Arbeitgeber.

9. Wie bist du für weitere Fragen und vertiefende Gespräche zu erreichen?
Auf folgenden Kontaktwegen:
Facebook: Joschka Hench
Joschka.Hench@gmx.net

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen!

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