“Superhero Academy Larch Hill”

Erschienen am 24. April 2018 in Abenteuer Pfadfinden

Denja Otte und Lisa Dirnhaus

Denja Otte und Lisa Dirnhaus

Denja Otte aus dem Stamm Greifen in Dormagen und Lisa Dirnhaus aus dem Stamm St. Ludgerus in Hüsten haben in diesem Jahr für die DPSG an der Agora, in der Nähe von Dublin, teilgenommen.

 

Die „Agora“ ist eine Veranstaltung, die von Roverinnen und Rovern für Roverinnen und Rover organisiert wird. Sie soll Menschen aus aller Welt verbinden, um internationales Pfadfinden zu (er)leben. Es ist ein Ort zum Diskutieren und Teilen sowie um voneinander zu lernen und zu lehren.

Die diesjährige Agora stand unter dem Motto: die “Superhero Academy” im Larch Hill Scout and Guide Center, in der Nähe von Dublin. Von der DPSG waren Lisa Drinhaus und Denja Otte vertreten.

Insgesamt nahmen an der Agora 61 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus 22 verschiedenen Ländern teil. Somit war es die größte Agora, die es seit jeher gab.

 

So nach all den Fakten geht’s jetzt aber auch LOS!

Nachdem die Meisten den Weg zum Larch Hill gefunden hatten, wurden ein paar Kennenlernspiele gespielt. Es war fast unmöglich, sich die Namen von allen zu merken, da es schwer fiel, manche Namen auszusprechen.

 

Volles Programm

Tagsüber war unser Programm voller verschiedener Workshops. Wir tauschten uns aus über:

  • unsere eigenen Pfadfinderverbände,
  • Mitbestimmung in den unseren Ländern,
  • Social Impact,
  • Challenges im Verband,
  • und Leadership.

Dabei stand auch im Vordergrund, dass wir unsere eigenen Stärken erkennen und zu eben solchen „Leadern“ (unseren eigenen Superhelden) heranwachsen und vielleicht einmal unsere eigene “Agora” planen.

Denn: “Good Leaders create not more followers but more leaders”. (Tom Peters)

Neben dem theoretischen Teil, durften auch Aktivitäten nicht fehlen:

  • Wir erkundeten die Campsite, wobei wir mithilfe einer selbstgebauten Holzkonstruktion den Fluss überquerten,
  • spielten das sogenannte Müslischachtelspiel,
  • probierten unsere Kombinationsfähigkeiten bei einer Schnitzeljagd aus,
  • meisterten zusammengenäht an unseren Halstüchern einen Parcours
  • und bauten ganz nach “Larch Hill Tradition” die Campsite für unseren persönlichen Campfire Abend um.

 

Die kleinen Momente zwischendurch

Ebenso wichtig, waren die Pausen zwischen dem Programm. Es herrschte gefühlt ein Dauergesprächspegel, wie auf einer Baustelle. Das lag daran, dass sich alle ständig in verschiedenen Sprachen über ihr Leben, ihr Land und ihre Pfadfindererfahrungen austauschten – und das mit meist 60 Pfadfinderinnen und Pfadfindern in einem Raum.

So erfuhren wir beispielsweise, dass es in Spanien sechs verschiedene Pfadfinderorganisationen gibt und das Island zu klein ist, um Pfadfinden auf regionaler Ebene zu betreiben. Auf der Insel gibt es nur lokale und nationale Ebenen.

All das war für uns sehr beeindruckend, zumal die Leute alle sehr offen waren. Außerdem war bemerkenswert, wie unterschiedlich einerseits unsere Leben sind und uns andererseits doch eines verbindet: das Pfadfinden!

 

 

 

 

 

Irish Pub Experience, Internationaler Abend, Campfire

An den Abenden herrschte bei uns keine Langeweile.

Am zweiten Abend hatten wir Gelegenheit, die irische Kultur hautnah zu erleben. Dazu besuchten wir den “Merry Ploughboy” einen kleinen, sehr gemütlichen Pub am Rande von Dublin. Dort gab es sowohl irischen Tanz, als auch eine irische Band.

Am darauffolgenden Abend fand der internationale Abend statt. Wir bereiteten alle zusammen verschiedene internationale Gerichte vor. Diese präsentierten wir jeweils auf einem Tisch zusammen mit anderen landestypischen Dingen – wie unseren Halstüchern.

Das war eine besonders tolle Erfahrung, denn so hatten wir die Möglichkeit, von Tisch zu Tisch zu gehen und konnten über jedes Land noch einmal etwas mehr erfahren.

Am Samstag war dann schon unser letzter Abend in Larch Hill angebrochen. Wir nutzten ihn, um gemeinsam Zeit am Lagerfeuer zu verbringen. Alle stellten Traditionen aus ihren Heimatländer vor. Außerdem erhielten wir unsere Superhelden-Zertifikate von dem WOSM-Vorsitzenden Craig Turpie.

Bevor es auf die Heimreise gehen sollte, teilten wir noch gemeinsame Erinnerungen als Videos und Fotos vom Event. Alle waren traurig, dass die Zeit viel zu schnell vergangen war. Aber wir waren auch froh, dass wir diese Erfahrung machen durften.

Insgesamt war die Agora Dublin für uns eine einzigartige Erfahrung, die uns sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird. Die tollen Menschen aus den unterschiedlichen Ländern und die besondere Gemeinschaft, die wir dort erleben durften, machen diese Agora für uns einzigartig.

 

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