Biber-Leitung: Frage 11

Erschienen am 7. Juni 2018 in Allgemeines

Persephone Karipidou

Persephone Karipidou

Persephone Karipidou (Persy) ist beim Stamm Wikinger in Esslingen als Biber-Leiterin aktiv. Dort begeistert sie seit zehn Jahren Kinder ab 4 Jahren für das Pfadfinden. Außerdem ist Mitglieder in der AG Biber.

 

Frage 11: Was hätte dir geholfen, vorher zu wissen? Und was würdet ihr deshalb heute anders machen?

Biber sind keine kleinen Wölflinge, deshalb kann das Wölflingskonzept nicht einfach übernommen und erfolgreich umgesetzt werden.
Hilfreich wäre ein Biberkonzept für Gruppenstunden gewesen. (Aber es ist genial, auch etwas völlig Neues zu entwickeln.)

Es wäre gut gewesen zu wissen,
dass Biber ihre neuen Erfahrungen sprichwörtlich „be- greif-en“ müssen, um zu verstehen und damit es interessant ist.
Lerninhalte müssen extrem stark von der „Learning-by-doing-Methode“ geprägt sein, um überhaupt bei den Bibern anzukommen.
Unsere Erwachsenenwelt ist stark verbalisiert. Wir neigen oft dazu, unser Wissen mit viel zu vielen Worten und viel zu langen Erklärungen weiterzugeben. Ich orientiere mich gerne an den Pixi-Büchern. Sie sind für das Biberalter gemacht – mit vielen Bildern und einfachen Erklärungen. Es gibt sie bereits für fast alle Themenbereiche, wie zum Beispiel Tiere, Pflanzen, Pilze, Bäume. Ich habe sie ergänzt um Pfadfinderwissen wie Spuren, Lagerfeuerarten, Wegzeichen, Schwarzzelt-Arten.

Kinder im Biberalter können schon vieles erlernen, was man ihnen aufgrund ihrer Größe und ihres Alters noch nicht zugetraut hätte.

Biber haben eine eigene „Sprache“: Es hat eine ganze Weile gedauert, bis wir für alle Erwachsenenworte „Bibersynonyme“ gefunden haben. Der Wortschatz der Kinder in diesem Alter ist noch begrenzt. Fachausdrücke wie Vorstand sind für sie noch kein Begriff. Deshalb müssen andere Ausdrücke für Biber gefunden werden. Als ein Biber mir erklärte, dass Leiterin und Leiter wie „Bestimmerin und Bestimmer“ sind, wurde aus dem Vorstand eine „Ober-Bestimmerin“ oder ein „Ober-Bestimmer“. Auf diese Weise wurde aus der Satzung und Ordnung ein Regelbuch wo steht, was eine Pfadfinderin oder Pfadfinder machen soll und was nicht. Manche Pfadfindergesetze befolgen die Biber schon ganz natürlich. So sagt ein Biber immer, was er denkt und tut, beispielsweise wenn er sagt: „Die Pfütze ist toll, da setzte ich mich rein“. Andere Pfadfindergesetze müssen bibergerecht erklärt werden. Wir nutzen dazu oft Beispiele aus Kinder- und Bibelgeschichten.

 

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