Biber-Leitung: Frage 12

Erschienen am 14. Juni 2018 in Allgemeines

Persephone Karipidou

Persephone Karipidou

Persephone Karipidou (Persy) ist beim Stamm Wikinger in Esslingen als Biber-Leiterin aktiv. Dort begeistert sie seit zehn Jahren Kinder ab 4 Jahren für das Pfadfinden. Außerdem ist Mitglieder in der AG Biber.

 

Frage 12: Könnt ihr ein persönliches Highlight mit euren Bibern nennen?

Mein Highlight ist der Eisenfuß. Ursprünglich war das ein Vorbereitungslauf für unsere Roverinnen und Rover für den Dodentocht (100 Kilometer in 24 Stunden) in Belgien. Dies wurde zu einer Stammesaktion mit Pfadfinderstationen ausgeweitet. Die Biber sind mit den Wölflingen 15 Kilometer gelaufen.
Los ging es für unsere Gruppe um 9.00 Uhr. Wir sind mit Karte und Kompass gelaufen. Außer den geplanten Stammes-Stationen machten wir zwischendrin auch unsere eigenen, zum Beispiel als wir eine getigerte Nacktschnecke an einem Mäuerchen entdeckten. Weitere extra Stationen legten wir ein, als wir an Mais- und Weizenfeldern vorbeikamen und natürlich auch zum Vespern und Trinken. Ich war fasziniert, wie fröhlich lachend meine Biber gegen 16.00 Uhr wieder am Gruppenraum ankamen und nach einer kurzen Pause schon wieder Energie zum Herumrennen hatten. Persy

 

Als ein Biber fragte, wie (lebende) Schnecken schmecken und keiner von uns ihm (aus Mangel an Erfahrung) eine ehrliche Antwort geben konnte, hatte er (ganz „learning by doing“) kurzentschlossen selbst probiert. „Schlonzig“ (schleimig) war die Antwort, die er uns gab. Für mich eine Bestätigung, wie unglaublich offen und neugierig Kinder im Biberalter sind.

 

 

 

 

Feuer und Gelöbnis

Mein persönliches Highlight mit den Bibern war zum einen die Gruppenstunde in der wir das Thema Feuer behandelt haben. Es ist schön zu sehen, wie wir den Kindern beibringen können, dass es zwar eine gefährliche Sache sein kann, aber ihnen auch zeigt wie man das Thema Feuer richtig angeht. Zuerst erklären wir, dass man mit Feuer vorsichtig umgehen muss und wie man es im Falle selber löschen kann. Dann dürfen sie natürlich selbst versuchen das Feuer auf Pfadfinder-Art zu entfachen. Die Kinder waren total begeistert von dieser Gruppenstunde und ich war fasziniert, wie vorsichtig und doch voller Begeisterung sie zur Sache gingen.

Das andere Highlight ist natürlich immer das Gelöbnis. Hier bauen wir immer eine Jurte auf, hissen unser Banner und laden die Eltern ein, damit sie diesen tollen Moment miterleben können. Die Kinder sind immer sehr stolz, wenn sie endlich ihr Halstuch und das Biber-Shirt bekommen und natürlich das Biber-Gelöbnis ablegen dürfen.
Sabrina Keßler

Die Welt mit Biber-Augen entdecken
Eine meiner schönsten Gruppenstunden war tatsächlich meine erste Gruppenstunde. Die Kinder waren so neugierig und gleichzeitig so offen mir gegenüber. Kaum war ich da wurde ich auch schon mit Fragen bombardiert:
„Wer bist du?“
„Wie alt bist du?“
„Bist du auch bei den Pfadfinderinnen und Pfadfinder?“
So fällt es natürlich leicht, die Kleinen ins Herz zu schließen. Dann machten wir einen Spaziergang, was zuerst eigentlich nichts Besonderes war. Doch die Biber gingen mit so wachen Augen durch die Gegend, dass es wie ein großes Abenteuer schien. Sie entdeckten Tierspuren, verschiedene Blätter und lernten unterschiedliche Vögel kennen. Das freut mich immer wieder aufs Neue, dass die Kinder die Gabe haben, in allem etwas Interessantes zu sehen, was für uns normal und langweilig erscheint.
Pia Appenmaier

Nicht zu unterschätzen
Das war bei mir der Stammes-Aktionstag, bei dem unsere Biber ohne Probleme acht bis zehn Kilometer zwischen den Stationen gelaufen sind und dann noch Energie zum Hangeln, Rennen und Klettern hatten. Eva und Vera waren vorher sogar, mit ihrer Mutter zusammen, mit dem Fahrrad gekommen. Es hat mich beeindruckt, was Kinder im Biberalter alles schaffen, wenn sie es gewohnt sind. In den Bibergruppenstunden geht fast alles durch „Learning-by-doing“: Feuer machen, Kartoffeln pflanzen, Pilze züchten… als Kind hätte ich bestimmt auch viel Spaß gehabt…
Felix Wenzler

 

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