Reisen in Ecuador, Peru (und Lateinamerika?

Erschienen am 28. Februar 2019 in Abenteuer Pfadfinden

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Reisen in Ecuador, Peru (und Lateinamerika?

Ufff …! Wie fange ich das hier bloß an? Um ehrlich zu sein, fiel mir nicht wirklich leicht ein Thema für den Blog zu finden.

Am Ende habe ich mich, inspiriert durch meine Reise nach Peru, für „Reisen in Ecuador, Peru (und Lateinamerika?)“ entschieden.

Fernreisen

Bei Reisen zwischen Städten kann es ein wenig anders ablaufen als in Deutschland.

Die besten beiden Beispiele dafür stammen aus meiner Reise nach Peru. Die Reise habe ich anlässlich des Zwischenseminars gemacht. Ich und die anderen Freiwilligen haben noch ein wenig Urlaub daran gehängt, um noch ein bisschen mehr von Peru zu sehen.

Nach dem Seminar sind vier von uns noch nach „Machu Pichu“ gereist. Auf dem Weg dahin gibt es direkt zwei, sagen wir mal interessante, Geschichten zu erzählen. Nummer eins ereignete sich auf dem Weg nach Cusco. Dies ist ein Zwischenstopp auf dem Weg nach Machu Pichu.

Getränke auf Flügen? Kein Problem

Vor allem aus Zeitgründen hatten wir uns dazu entschieden, mit dem Flugzeug von Lima (in dessen Nähe das Seminar stattgefunden hat) nach Cusco zu fliegen. Am letzen Tag waren dann noch ein paar Erfrischungsgetränke übrig. Um sie nicht wegzuschmeißen, haben wir uns entschieden, dass wir sie einfach mitnehmen und auf dem Weg zum Flughafen trinken. Da das nicht ganz geklappt hat. Als es Zeit war durch die Sicherheitskontrolle zu gehen, hatten wir immer noch etwas übrig.

Aus einem spontanen und vielleicht nicht einmal komplett ernst gemeinten Impuls, kam ich dann auf die Idee, die Getränke einfach im Rucksack zu lassen. Wenn sie rausgezogen werden, dann werden sie eben herausgezogen Wenn nicht, dann nicht. Zu meiner Überraschung (und für mich wie auch die anderen etwas schockierend) sind die Getränke tatsächlich durch die Sicherheitskontrolle gekommen. Auf dem Rückflug von Cusco nach Lima, von wo aus es dann wieder nach Guayaquil ging, konnte ich beobachten wie andere Reisende mit einer 2,5l-Flasche Wasser ohne Probleme durch die Kontrolle gekommen sind.

Das hat mich schon sehr verwundert. Deshalb habe ich kürzlich die Richtlinien für verbotene Gegenstände auf nationalen Flügen des Flughafen Limas nachgeguckt: Es ist tatsächlich legal (auf internationalen Flügen nicht). Ob mich das jetzt beruhigt oder eher einen gegenteiligen Effekt hat, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht so ganz.

Der Ausblick, der auf einen wartet, nachdem man nochmal ein paar weitere Stufen gestiegen ist, ist aber mehr als genug an Kompensation für alle Mühen!

Fernbus …

… nicht unbedingt so bequem wie Flixbus, aber definitiv witziger.
Nachdem wir sicher in Cusco gelandet sind (es war ca. 21 Uhr), wollten wir direkt noch einen Bus nehmen, um die nächste Etappe auf dem Weg nach Machu Pichu nachts hinter uns zu bringen. Der nächste Zwischenstopp heißt Santa Maria, und liegt etwa sechs Stunden mit dem Bus von Cusco entfernt. Als wir am Busbahnhof ankamen, stellte sich heraus, dass der vorletzte Bus dieses Tages schon weg war. Der letzte Bus war auch schon fast am Fahren und es gab nur noch einen Platz frei.

Was nun? Wir wollten unbedingt noch an diesem Abend fahren.

Die Lösung: der Mittelgang des Busses. In Ecuador bin ich auch schon einmal im Mittelgang mitgefahren, weil der Busfahrer illegal mehr Passagiere mitgenommen hat, um sich seinen Lohn etwas aufzubessern (das wusste ich allerdings zu diesem Zeitpunkt nicht). Folglich waren mehr Menschen als Sitze im Bus.

Dieser Erinnerung folgend, habe ich die Ticketverkäuferin gefragt, ob wir nicht das gleiche in diesem Bus machen könnten. Nach kurzer Rücksprache mit dem Busfahrer gab sie das OK. Blieb nur noch die Frage des Preises. Den konnten wir von 15 Soles um ein Drittel auf 10 Soles (ca. 2,50 €) reduzieren, denn wir hatten ja keine Sitze.

Wenn die Brücke mal eingestürzt ist, dann fährt Reisebus eben durch den Fluss und man selber läuft über improvisierte Planken.

Wir stiegen also ein und hatten eine etwas kalte und unbequeme, aber dafür phänomenal witzige und günstige Fahrt. Nach ungefähr fünf Stunden blieb der Bus auf einmal stehen. Auf die Nachfrage warum wir denn stehen geblieben sind, antwortete der Co-Pilot, dass ein Stück weiter eine Brücke eingestürzt sei. Derzeit könnten sie nicht durch den Fluss fahren, weil es zu gefährlich sei. Wir warten also vier Stunden in der Nacht. Um 7 Uhr morgens fuhren dann weiter …. Durch den Fluss der Stunden zuvor noch für unpassierbar erklärt worden war.

Um es mit den Worten eines der anderen Freiwilligen zu sagen: „Das sind die witzigsten 10 Sol meines Lebens!“ Das unterschreibe ich sofort auch.

Der Verkehr hier mag manchmal etwas unübersichtlich, gefährlich und vor allem anders erscheinen, aber letztlich funktioniert er. Man braucht sich auch nicht zu viele Sorgen zu machen, glaube ich. Denn nach allem sitze ich ja trotzdem hier und schreibe diesen Blogbeitrag.

In diesem Sinne

Alles Gute

Euer Jan

P.S.: Aus Erzählungen habe ich gehört, dass es auch Busse gibt, in denen man eine Art Bett hat, was super bequem ist. In solchen Bussen kann man auch Fahrten von zehn Stunden komfortabel und günstig (13 $) hinter sich bringen. Also geht es auch besser als Flixbus.

Und noch eine Sache. Egal, ob es manchmal etwas chaotisch und anders sein mag; reist so viel ihr könnt!!! Jede Reise lohnt sich und die Orte und Menschen, die man kennen lernt, sind jede Reise wert.

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One Response

  1. Ein Leben in Deutschland, oder doch lieber in Ecuador? « blog.dpsg.de

    6. August 2019: […] mit nach Deutschland, sondern auch eine ganz neue Lebensweise und deren Kultur. Da muss ich Jan recht geben. Jede Reise lohnt sich und die Orte und Menschen, die man kennen lernt, sind die Reise wert. Jan war […]