Pfadis for Future

Erschienen am 23. Juli 2019 in Allgemeines

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Der Klimawandel ist nicht mehr aufzuhalten. Darauf machen Forscherinnen und Forscher schon seit Jahren aufmerksam. Umso erfreuter waren die meisten Menschen, als sich 2015 196 Staaten auf das UN-Klimaabkommen in Paris einigten (Pariser Abkommen). Auch die Vertretung Deutschlands unterschrieb und verpflichtete sich dem Ziel, die Temperatur nicht mehr als um 1,5 ˚C steigen zu lassen.

Dieses Ziel stammt aus dem Weltklima-Rat – (IPCC = Intergovernmental Panel on Climate Change). Das ist eine Institution der UN, um für politische Entscheidungsträgerinnen und -träger den Stand der wissenschaftlichen Forschung zum Klimawandel zusammenzufassen.

Viel passiert ist seither nicht und es ist schon heute abzusehen, dass die meisten Länder ihre Ziele verfehlen werden, auch Deutschland. Deshalb ist die Entscheidung von Schülerinnen und Schüler weltweit, durch die Fridays-for-Future-Demonstrationen darauf aufmerksam machen, verständlich. In Deutschland berufen sie sich auf den Artikel 20a in unserem Grundgesetz. In ihm steht:

„Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.“

Die gute Organisation der Fridays-for-Future-Bewegung beruht auf weltweit, demokratisch organisierten Strukturen. Jede Ortsgruppe in Deutschland (es sind derzeit fast 350) wählt für eine bestimmte Zeit zwei Delegierte, die die Ortsgruppe regional bzw. national vertreten. Die Kommunikation zur Vernetzung und zum Austausch läuft zum großen Teil über diese Delegierte. Dazu zählen beispielsweise die sonntäglichen Telefonkonferenzen auf nationaler Ebene, wo auch Sachen abgestimmt werden.

Auch viele DPSGlerinnen und DPSGler engagieren sich bei den Fridays-for-Future-Demonstrationen. Die Ziele, die sie verfolgen, sind sehr konkret. Weltweit wird gefordert, die Ziele des Pariser Abkommens einzuhalten.

In Deutschlang gibt es noch mehr sehr konkrete Forderungen

  • Nettonull 2035 erreichen – nur so viele Treibhausgase ausstoßen, die durch natürliche Prozesse
    (z. B. Pflanzen) wieder aufgenommen werden können.
  • Kohleausstieg bis 2030
  • 100 % erneuerbare Energieversorgung bis 2035

Bis Ende 2019 sollen diese Ziele in Deutschland umgesetzt werden:

Die Bewegung will wie wir Pfadfinderinnen und Pfadfinder, die Welt besser zurücklassen, als wir sie vorgefunden haben.

  • Das Ende der Förderung durch den Staat für fossile Energieträger
  • ¼ der Kohlekraftwerke abschalten
  • Eine CO2-Steuer auf alle Treibhausgasemissionen: Laut UBA (Umweltbundesamt) müsste pro Tonne CO2 180 Euro gezahlt werden. Das wäre der Betrag, der zukünftigen Generationen für das ausgestoßene Treibhausgas entstehen.

Fridays for Future versteht sich selbst als überparteiliche Bewegung gleichgesinnter Klimaaktivistinnen und –aktivisten und solidarisieren sich mit allen, die sich friedlich für die Forderungen und Ziele einsetzen.
Die Bewegung will wie wir Pfadfinderinnen und Pfadfinder, die Welt besser zurücklassen, als wir sie vorgefunden haben.

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